Samstag, Juli 22, 2017

Gehen schwarze Nazi-Soldatinnen nicht doch ein bisschen weit? – News vom 22. Juli 2017

1. Immer wieder war in diesem Blog Thema, wie unser Rechtsystem Männer für dasselbe Vergehen härter bestraft als Frauen. Aber selten wird dies anhand eines konkreten Falls so plastisch: Ein Pärchen hat Sex auf einem Alsterdampfer und muss nun wegen "Erregung öffentlichen Ärgernisses" insgesamt 2600 Euro Strafe zahlen. Und zwar der Mann 2100 Euro und die Frau 500 Euro. Warum? Weil die Frau gerade Mutter geworden ist und auf die Richterin einen "ganz vernünftigen Eindruck" machte.



2. Zwei Nachrichten aus den USA, die Genderama vor einigen Tagen meldete, werden inzwischen auch in deutschsprachigen Leitmedien erwähnt.

"Keine Vergewaltigung auf der Matratze" titelt "Die Zeit" zum Fall Paul Nungeßer aus Berlin und Emma Sulkowicz.

Dazu, dass die Erziehungsministerin der USA auch Gruppen einlud, die faire Verfahren für Beschuldigte sexueller Gewalt fordern, fällt der "Süddeutschen" in ihrem unnachahmlichem Stil natürlich nur folgende Überschrift ein: "Trumps Bildungsministerin verunsichert Opfer sexueller Gewalt".

Über eine derartige Idiotie ist selbst die feministische New York Times inzwischen hinaus. "Betsy DeVos Is Right: Sexual Assault Policy Is Broken" betitelt das Blatt einen Artikel der männerfreundlichen Equity-Feministin Cathy Young. Und der Boston Globe ist in seiner Schlagzeile nicht weniger deutlich: "Will Betsy DeVos fix Obama’s toxic campus sexual assault policy?"



3. In einem Urteil, das als "wegweisend" bezeichnet wird, hat das Oberste Gericht Israels gerade ein Männer diskriminierendes Gesetz gekippt: Jetzt müssen auch Frauen Unterhalt für Kinder zahlen. Zumindest wenn die Kinder im Alter zwischen 6 und 15 Jahren sind und ihre Mutter mehr verdient als ihr Vater.



4. Die Post. Einer meiner Leser schreibt mir zu den Schwarzen Listen, die die Grünen über Feminismuskritiker angelegt haben: "Ein solcher Pranger existierte ja schon des öfteren. Das kann tatsächlich Konsequenzen haben, wenn auch anders als vom Betreiber beabsichtigt. Als Ex-Hannoveraner bin ich vor einigen Jahren über diese Kuriosität gestolpert:

Die Geschichte der Sammlung Sprengel beginnt im Spätsommer 1937 unter den seltsamsten und denkwürdigsten Umständen, die je einen Sammler zum Sammeln motiviert haben, Bernhard Sprengel besuchte in München die Ausstellung "Entartete Kunst", mit der die Machthaber des Dritten Reichs die moderne Kunst dem Spott und Hohn der Masse überantworten wollten, indem sie die aus den deutschen Museen geraubten Werke der Öffentlichkeit ... präsentierten. "Trotz schlechter Hängung wirkte die 'Entartete Kunst' auf meine Frau und mich wie eine Fanfare. Für mich, der ich bisher nur der Musik wirklich verhaftet war und bildende Kunst mehr im Vorübergehen ... betrachtet hatte, war dieses die erste wirklich zündende Begegnung. So führte unser Weg fast zwangsläufig zu Günther Franke in der Brienner Straße, der uns im ‚Hinterstübchen‘ die ersten beiden Aquarelle von Emil Nolde verkaufte."


"Parallelen zu Agent*in möglich?" fragt mein Leser. "Ich würde es den Machern wünschen."

Ein anderer Leser macht mich darauf aufmerksam, dass der ebenfalls auf diesen Schwarzen Listen geführte Professor Aigner anscheinend selbst Mitglied der Grünen ist. Der feministische Verfolgungseifer erwischt einmal mehr die eigenen Leute – während er dem tatsächlichen politischen Gegner nur hilft, wie Lucas Schoppe anmerkt:

Diese Plattform richtet sich gegen demokratische Akteure von links bis konservativ, weil es nur denen schaden kann, mit Rechtsradikalen in einen Topf geworfen zu werden. Den Typen vom rechten Rand hingegen wird eine solche Gemeinsamkeit eher nützen – was die Verantwortlichen der Plattform billigend in kauf nehmen. Die Einschüchterung demokratischer Kritiker ist ihnen offenbar wichtiger als eine gemeinsame Kritik von Rechtsaußen-Positionen.


Und auf Facebook teilt Milosz Matuschek der Heinrich-Böll-Stiftung mit:

Eine Prangerseite ist einer politischen Stiftung nicht würdig, schon gar nicht, wenn sie nach einem Mann benannt ist, der Dissidenten bei sich aufnahm. Bereue gerade nicht, bei euch als Vertrauensdozent aufgehört zu haben.


Matuschek hat Recht. Heinrich Böll war eines meiner Themen im mündlichen Examen. Er trat immer wieder für die politisch Ausgegrenzten ein. Und deshalb würde er sich im Grab herumdrehen, wenn er wüsste, was eine nach ihm benannte Stiftung heute fabriziert.



5. Mehr Post. Ein anderer Leser bezieht sich auf eine Meldung über einen "sexistischen" Werbespot der Firma Audi, der in China für einen Aufschrei sorgte, und merkt dazu an:

Inhalt des Spots: Kurz bevor sich ein Brautpaar das Ja-Wort gibt, stürmt die künftige Schwiegermutter der Braut nach vorne und begutachtet (wie auf einem Viehmarkt) das Gebiss der Frau, die Ohren, die Nase. Kurzzeitig scheint sie zufriedengestellt, da fällt ihr Blick auf das Dekollete und der Zuschauer kann erahnen, was jetzt folgen würde, wenn nicht ein Schnitt erfolgte und es dann um Autos ginge.

Was hat Audi falsch gemacht? Ganz einfach: Sie hätten den Schwiegervater des Bräutigams losschicken sollen, damit dieser in die Hose des Bräutigams schaut, ob da alles "okay" ist. Dann wäre das Video viral durch die Welt gegangen als gutes Beispiel für witzige Werbung.




6. Ein weiterer Leser kommentiert die auf Genderama verlinkte Satiremeldung, der zufolge Christopher Nolan dafür kritisiert worden sei, bei seiner Verfilmung der Schlacht um Dünkirchen nur weiße Männer zu zeigen:

Bei deiner heutigen Presseschau konnte ich bei dem Beitrag über zu wenige Frauen in Dünkirchen nicht soo sehr schmunzeln.

Der Grund ist ein einfacher: In der Spiele-Szene tobt der Gender-Krieg bekanntlich schon eine ganze Weile. Vor einer Woche hat ein User auf Youtube den neusten Auswuchs an politsch korrekter Geschichtsdarstellung vorgestellt:

Black Women of the German Army In Call of Duty WW2

Ja, richtig gelesen. Vor ca. einem Jahr, als "Battlefield 1" herauskam, gab es Stunk, da Frauen erst gar nicht als Spielercharaktere 3-D-mässig modelliert wurden, wohl aus dem Wissen heraus, dass die meisten Frauen wenn, dann nur im Lazarett tätig waren.


Wie man über das verlinkte Youtube-Video erfährt, kann man bei "Call of Duty" hingegen jetzt auch schwarze Frauen als Soldatinnen der nationalsozialistischen Armee spielen. Wegen "Diversity" und so.

"Scheiß auf den Realismus, wir fügen Soldatinnen hinzu, weil das längst überfällig ist", hatte die Spieleentwicklerin Amandine Coget schon vor einem Jahr dazu erklärt.

Mein Leser kommentiert weiter:

Nun also treibt man das ins Extreme. Es ist ja nicht so, dass hier Alternate-Reality-Spiele verkauft werden. Dann könnte man ja ein Auge zudrücken.

Eine ähnliche Haltung war, ebenfalls vor einem Jahr, die Entscheidung Apples, Spiele, die die Südstaatenflagge beinhalteten, aus ihrem Store zu löschen. Fragt sich, wie man denn jetzt Geschichte spielerisch beibringen will, wenn einem mittendrin statt einem blauen Kreuz auf rotem Hintergrund möglicherweise die Genderflagge entgegenspringt.

Muss man die Leute, die heute in der Schule ohnehin weniger Bildung als jemals zuvor abbekommen, noch zusätzlich dumm halten? Und gleichzeitig die Leute, die das Wissen haben, unnötig verwirren durch die derzeitige Propaganda?


Während sie das tatsächliche Verrecken an der Front noch immer weit überwiegend den "unterdrückerischen" Männern überlassen, fordern Feministinnen, dass sie im harmlosen Spiel die Plätze dieser Männer einnehmen dürfen, "weil das längst überfällig ist". Viel schöner kann man eigentlich nicht ausdrücken, was eine feministische Geisteshaltung heutzutage ausmacht.

Donnerstag, Juli 20, 2017

Empörung über Schwarze Listen der Grünen wächst – News vom 20. Juli 2017

1. Nach der ausführlichen Analyse auf Genderama äußerten gestern auch eine Reihe anderer Blogs ihre Empörung über die Schwarzen Listen, die Hening von Bargen, Andreas Kemper und Elisabeth Tuider für einen Online-Pranger der Heinrich-Böll-Stiftung (Grüne) angelegt haben.

Der Blogger Stefanolix erinnert in einem insgesamt lesenswerten Beitrag zunächst daran, dass vor nicht allzu langer Zeit schon einmal eine Liste, die "anrüchige rechte Websites mit bürgerlich-konservativen Medien in Verbindung" brachte, vom Netz genommen wurde, "weil sie gar zu perfide war". Danach erläutert Stefanolix, wie die Verantwortlichen des grünen Internet-Prangers aktuell mit dem liberalen Journalisten Harald Martenstein vorgegangen sind:

Die "ehrenamtlichen Autor*innen" haben aus einem alten Stand des Wikipedia-Artikels zu Martenstein selektiv alles kopiert, was GEGEN Martenstein sprechen könnte. (...) Es wurde konsequent alles weggelassen, was FÜR Martenstein sprechen könnte: positive Meinungen, Auszeichnungen, Publikationen.

(...) Harald Martenstein ist in ein- und demselbem Wiki mit der "Identitären Bewegung" aufgeführt, die vom Verfassungsschutz beobachtet wird. Mit der AfD und deren Jugendorganisation. Mit der Piusbruderschaft. Mit radikalen Abtreibungsgegnern. Es gibt zwischen den genannten Organisationen und Martenstein ganz sicher weit mehr Unterschiede als Gemeinsamkeiten.

Die Haltung der Organisationen und Personen in diesem Wiki reicht von strikter Ablehnung bis hin zur strikten Befürwortung der Gleichberechtigung. Ohne eine seriöse Einstufung der Organisationen und Personen in Bezug auf diese entscheidende Frage ist das Wiki folglich völlig wertlos.

Es gibt keine Systematik. Es sind keine wissenschaftlichen Kriterien für die Aufnahme von Personen und Organisationen erkennbar. Es ist auch keine seriöse Arbeitsweise erkennbar: Selektives Kopieren aus einem alten Wikipedia-Artikel wie im Fall Martenstein würde man nicht einmal Schülerinnen und Schülern durchgehen lassen.

Es kann nur zwei Konsequenzen geben: Entweder das Wiki wird sofort als Ganzes vom Netz genommen. Oder es werden so harte Kriterien angelegt, dass darin ausschließlich eindeutige Gegner der Gleichberechtigung auftauchen. In der aktuell vorliegenden Form ist es einfach nicht akzeptabel.


Auf der Website "Tichys Einblick" kritisiert Alexander Wallasch die "grünen Rufmörder" und ihre "faschistoid anmutende Schweinerei aus dem Schmuckkästchen dieses neuen deutschen Denunziantentums nach altbekannten Mustern". Auch dieser Artikel ist in Gänze lesenswert. Ein Auszug:

Ziel ist es offensichtlich, Personen, die den Machern durch von ihnen selbst behauptete "Angriffe gegen Feminismus, Gleichstellungspolitik, sexuelle Selbstbestimmung, gleichgeschlechtliche Lebensweisen und Geschlechterforschung" auffallen, durch Verzerrung und konjunktivistische Unterstellungen unter dem Mantel eines seriös wirkenden Wikipedia-Klons zu diskreditieren, für die Debatte unglaubwürdig zu machen, als Stimmen im öffentlichen Diskurs auf Dauer auf stumm zu schalten. (...) Natürlich tauchen auf der neuen Seite Personen mit mehr als fragwürdigen Ansichten auf, aber man nutzt diese Randfiguren um den Versuch zu unternehmen, sich unliebsamer weiterer Debattenteilnehmer zu entledigen.


Wallasch wählt den Umgang des Prangers mit Birgit Kelle als Beispiel:

Schön auch Sätze wie dieser hier: "Birgit Kelle scheint enge Kontakte zu den Legionären Christi zu haben." "Scheint" ist das neue "ist". Man behauptet, was man nicht weiß und bettet es ein in Scheinwissen unter dem Deckmantel eines Wikipedi-Fake-Auftritts.

Nun könnte man Satz für Satz und Eintrag für Eintrag so fortfahren, dieses Denunziantentum in seinem ganzen Ausmaß zu dechiffrieren. Und das Ding befindet sich noch in den Startlöchern, will also ausgebaut werden. (...) Einzig die Frage bleibt noch, wie verletzt, wie enthemmt oder wie sonst was oberflächlich gebildete Menschen sein müssen, nach einer so umfangreichen Rezeption von Faschismus und Staatssicherheitssystem, wie sie uns heute zur Verfügung steht, auf diese schmutzige Weise zu agieren.


Im Anschluss an seine Analyse hat Wallasch eine Reihe von Tweets zusammengestellt, mit denen bekannte Journalisten auf diese Widerwärtigkeit reagieren.

Und schließlich widmet sich der Gymnasiallehrer und Blogger Lucas Schoppe dem grünen Pranger:

Ein ganzes Lexikon also für die Kritik der Kritik an feministischen Positionen. Warum ist das nötig? Für viele Menschen ist das Thema Feminismus nicht sonderlich relevant, und auch wenn immer wieder Kritik an bestimmten feministischen Positionen geäußert wird: Warum sollte diese Kritik weniger legitim sein als die an anderen politischen Positionen? Wir würden schließlich auch niemanden als "Antiliberalen" bezeichnen, nur weil er Vorstellungen der FDP kritisiert, oder Merkel-Kritiker als "Antichristdemokraten", oder gar als "Antichristen".

(...) Auch die Auswahl der vorgestellten Personen wirkt beliebig. Ein Linksliberaler wie Hoffmann steht neben Björn Höcke, der selbst in der AfD noch rechts außen agiert – der Schriftsteller Bernhard Lassahn, der vor seinen feminismus-kritischen Texten zusammen mit Walter Moers die Käpt’n Blaubär Geschichten verfasst hatte, neben Marine LePen.

Diese unstrukturierte, beliebig wirkende Mischung hat jedenfalls die Konsequenz, dass hier liberale Autoren und Rechtsaußen-Akteure unterschiedslos nebeneinander präsentiert werden – als würde jemand, der Kritik an feministischen Positionen übt, ganz gewiss auch bald fordern, auf Flüchtlinge zu schießen.

(...) Hoffmanns Vorwurf, es würde sich bei dem Lexikon eigentlich um einen öffentlich finanzierten Online-Pranger handeln, ist auch aus diesem Grund kaum von der Hand zu weisen. Eine diskreditierende Darstellung, die verfälschend oder hoch selektiv auf belastende Hinweise konzentriert ist, Kontexte außer Acht lässt und linksliberale Kritiker direkt neben Rechtsaußen-Akteure platziert: Diese Art der Darstellung kann eben nur denjenigen Betroffenen in ihrer bürgerlichen Existenz schaden, die auch unter Klarnamen bekannt sind.

Es geht den Betreiber*innen also offensichtlich darum, Kritiker einzuschüchtern – und zwar eben gerade keine Kritiker von rechtsaußen, weil die durch die gemeinsame Auflistung mit linken und liberalen Akteuren ja eher entlastet werden. Es geht um die Einschüchterung von eben solchen linksliberalen Kritikern – denn nur die können durch die beliebige Assoziation mit Rechtsaußen-Positionen ja beschädigt werden.

(...) Wie ist es schließlich gar zu legitimieren, dass hier aus der weit überlegenen Positionen eines millionenschweren, steuermittelfinanzierten Vereins einzelne Akteure gezielt diskreditiert werden, nur weil sie politisch inopportune Meinungen vertreten? Es sind immerhin meist Akteure, die meist in ihrer Freizeit und auf eigene Kosten zur öffentlichen Meinungsbildung beitragen.

(...) Wenn sich daneben die immensen Summen für die parteinahen Vereine, die sich "Stiftungen" nennen, überhaupt legitimieren lassen, dann doch allenfalls als Beiträge zur Förderung eines offenen demokratischen Diskurses. Hier aber geht es zweifellos eher darum, einen solchen Diskurs zu verhindern.

(...) Die Verantwortlichen ziehen sich vor einer vermeintlich feindlichen Umwelt zurück und bieten sich gegenseitig Schutz. Vor allem achten sie darauf, dass niemand weit genug den Kopf hebt, um sehen zu können, dass da draußen gar keine feindseligen und blutdürstigen Krieger toben – sondern dass es dort einfach Kritiker unterschiedlicher politischer Lager gibt, wie das für eine Demokratie völlig normal und angemessen ist.

Wer so agiert, der ist tief in der Defensive, kann kaum noch andere Menschen gewinnen und hat Mühe, zumindest die eigenen Leute zusammen zu halten. In die Offensive kommen die Verantwortlichen nicht durch die offene sachliche Auseinandersetzung, sondern nur durch persönliche Angriffe auf Kritiker.

So handeln Menschen, die zwar finanziell und institutionell aus einer weit überlegenen Position agieren – die aber zugleich wissen, dass sie argumentativ längst auf verlorenem Posten stehen.

Was uns an Argumenten fehlt, das machen wir durch Skrupellosigkeit wieder wett: Diese Haltung kann bestenfalls noch für wahre Gläubige überzeugend sein, aber für kritische Anhänger der eigenen Partei ist sie vermutlich ebenso abstoßend wie für Menschen, die erst noch überzeugt werden müssten.

So ist diese Mischung aus Pranger, schwarzer Liste und rudimentärem Lexikon potenziell also vor allem für eine Gruppe schädlich, und dies ausgerechnet im Wahljahr: für Bündnis90/Die Grünen, die hier Steuergelder einsetzen, um demokratische Diskurse zu behindern und links-liberale politische Akteure unsachlich zu diskreditieren.


Der aktuellsten Umfrage zur Bundestagswahl zufolge hat Schwarz-Gelb übrigens inzwischen eine regierungsfähige Mehrheit. Daran haben nicht zuletzt die Grünen emsig gearbeitet.



Wir machen weiter mit genau jener Presseschau, mit der sich Genderama den denunziatorischen Hass des Genderlagers erarbeitet hat:



2. Das vor allem von der damaligen Frauenministerin Schwesig (SPD) durchgedrückte, verschärfte Sexualstrafrecht wurde von Genderama immer wieder kritisiert – auch mit dem Hinweis darauf, dass dieses Gesetz im Schnellschuss verabschiedet wurde, ohne die Ergebnisse der dafür eingesetzten Expertenkommission abzuwarten. Jetzt liegt dieser Abschlussbericht vor, und er ist so vernichtend, wie man das erwarten durfte:

Die Experten bedauern, "dass die Änderungen in großer Eile herbeigeführt" wurden. Der Paragraf 177 im Strafgesetzbuch – sexuelle Übergriffe, sexuelle Nötigung und Vergewaltigung – sei "überfrachtet" und entspreche nicht "den rechtsförmlichen Vorgaben einer guten Gesetzgebung". Die Nötigungs- und Übergriffstatbestände sollten besser separat behandelt und die Praxis der "Nein-heißt-Nein"-Lösung kritisch begutachtet werden. Noch härter ins Gericht geht die Kommission mit dem neu geschaffenen Paragrafen, der Straftaten aus Gruppen ahnden soll.


Die Experten empfehlen deshalb eine "Reform der Reform".



3. Wie die Ostsee-Zeitung berichtet, verhandelt das Landesverfassungsgericht Mecklenburg-Vorpommern heute über die Verfassungsbeschwerde eines Beamten, der sich durch das Landesgleichstellungsgesetz benachteiligt sieht:

Der Mitarbeiter des Bürgerbeauftragten des Landes kritisiert, dass nur weibliche Beschäftigte aus ihrem Kreis eine Gleichstellungsbeauftragte wählen dürfen. Dies verstößt seiner Meinung nach gegen das Grundgesetz und die Landesverfassung, die die Gleichstellung von Frau und Mann garantierten.


Laut einer anscheinend noch unveröffentlichten, ausführlichen Agenturmeldung, die mir zugespielt wurde, ist ein Urteil auf diese Klage noch nicht zu erwarten. Die Meldung zitiert den Linken-Landtagsabgeordneten Peter Ritter mit folgenden Worten: "Ich finde es fatal, Männern dieses Wahlrecht zu versagen." Die Regierungsparteien CDU und SPD hielten aber an der aktuellen Regelung fest. So argumentiere die CDU-Politikerin Maika Friemann-Jennert, es gebe noch immer strukturelle Benachteiligung der Frauen und es sei ihr Wunsch, dass sie allein die Gleichstellungsbeauftragten wählen



4. Nur mal zur Auflockerung zwischendurch: Was macht eigentlich mittlerweile Lann Hornscheidt?



5. In den letzten Jahren wurde immer wieder mal darauf hingewiesen, dass Herzerkrankungen bei Frauen unter- oder spätdiagnostiziert seien, was (natürlich) mit einer Diskriminierung durch Mediziner in Verbindung gebracht wurde. Jetzt zeigt sich: Frauen achten weniger auf ihr Herz – "und zwar nicht nur bei der Vorsorge, sondern auch im Notfall". Insofern liegt der Grund für eine späte Diagnose weniger in einer patriarchalen Unterdrückung als im Verhalten von Frauen selbst:

Bei einem akuten Herzinfarkt beispielsweise, bei dem jede Minute zählt, rufen Frauen im Schnitt eine Stunde später Hilfe als Männer. Und liegen damit um eine Stunde später auf dem Operationstisch. "Aus für mich nicht ganz nachvollziehbaren Gründen", sagt Andrea Podczeck-Schweighofer.




6. In Großbritannien sorgt die Entscheidung, Jungen von der Impfung gegen krebserregende HPV-Viren auszunehmenn, für Kritik. Die BBC berichtet.



7. Erneut belegt eine aktuelle Untersuchung, dass Männer genauso häufig online belästigt werden wie Frauen. Für das liberale Magazin Reason legt die Equity-Feministin Cathy Young einen wie bei ihr üblich ausgesprochen gelungenen Artikel über diese Studie vor:

A new study released by the Pew Research Center supports what some of us have argued all along about online harassment: that it affects men as much as women and that the problem should not be framed as a gender issue — or defined so broadly as to chill legitimate criticism.

If anything, the study says, men tend to get more online abuse than women, including serious abuse such as physical threats (though women are, predictably, more likely to be sexually harassed). However, when people are asked about free speech vs. safety on the internet, women are more likely to come down on the side of the latter. Thus, it is very likely future efforts at speech regulation will continue to be cast as "feminist" initiatives.

(...) A basic premise of these discussions has been that women, especially outspoken women, are specifically and maliciously targeted for hate, abuse, and threats; many feminists have claimed internet misogyny is the civil rights issue of our time.

(...) Few will be surprised to learn that women under 30 were substantially more likely than their male peers — 53 percent vs. 37 percent — to report receiving unsolicited sexually explicit images. But in a more counterintuitive finding, men in that age group were more likely than women — 14 percent vs. 10 percent — to say that explicit images of them had been shared online without their consent. (For those 30 and older, the figure was 5 percent for both sexes.)

This differs sharply from feminist scholars' claims that 90 percent of so-called "revenge porn" targets women, a figure based on a self-selected and mostly female sample. But it supports a 2013 study by McAfee Security in which men were more likely to report both being threatened with having intimate photos of them posted online and actually having such photos posted.

(...) And all the dramatic claims about the terrible hardship of being a woman on the internet with an opinion? Entirely wrong: men in the Pew survey were almost twice as likely as women (19 percent vs. 10 percent) to say they had been harassed online due to their political opinions.

(...) There is really no way to massage the Pew data to fit the women-as-victim narrative — but some tried. Gizmodo's Bryan Menegus simply misstated the findings, asserting that although men are targeted more overall, "women — especially young women — make up an outsized proportion of users who experience the most severe forms of harassment, like stalking and threats." Vox's Aja Romano wrote that "more severe harassment disproportionately affects younger internet users, women, and people of color."

But the dishonest reporting prize goes to Slate's Christina Cauterucci, who cherry-picked the few numbers showing worse harassment of women, ignored the ones showing equal or worse abuse of men, and finished by upbraiding males for not taking online harassment seriously. Headline: "Four in 10 People Get Harassed Online But Young Men Don't Think It's a Big Deal, Says New Survey."


Männer scheinen im Schnitt einfach härter im Nehmen zu sein als Frauen:

56 percent of men opted for more freedom, two-thirds of women for more safety. (...) It is (...) likely that women's views of the issue are influenced by the false perception that women are singled out for constant and vicious abuse on the internet.

The Pew report points out that online harassment is, to a large extent, a subjective concept. Even something as ostensibly straightforward as a physical threat can be a matter of interpretation: Is "I hope you get cancer" a threat? How about "Kill yourself"? The definition of sexual harassment is even blurrier: "Wow, you look hot" in response to a photo posted to Twitter or Facebook could be sexual harassment to an overzealous feminist but a perfectly acceptable compliment to someone else.




8. Das Magazin Reason wendet sich auch gegen die Polemik der Feministin Jessica Valenti, der zufolge die Bildungsministerin der USA sich mit "rape deniers" aus der antifeministischen Szene getroffen habe, und stellt klar, dass es in Wahrheit um den Schutz gegen Falschbeschuldigungen und die Rechte von Angelagten gehe. In ähnlicher Weise äußert sich die Journalistin Ashe Schow:

A good way to tell if the Left currently believes one of their beloved policies will disappear is how viciously they write about the potential change. In this case, they’re trying to smear people who believe those accused of heinous crimes should be able to defend themselves as somehow supporting the heinous crime. That is where we are in society.

(...) These activists are actually insisting that due process impedes justice, and that providing accused students with a way to defend themselves constitutes disbelieving accusers and therefore hurting "victims" (these days, accuser equals "victim" before any evidence is collected).

(...) In addition to meeting families of students ultimately found falsely accused of rape, DeVos is meeting with several groups that insist this guidance has led to more false accusations and a culture on campus that sees anyone accused as guilty until proven innocent. Leftist articles about this meeting describe the groups as "men’s rights" groups.

Slate’s Christina Cauterucci described them as "trolls." Cauterucci is the same writer who lambasted ESPN’s "30 for 30" documentary about the Duke Lacrosse rape hoax because "it’s a bizarre experience to watch a documentary that expects the viewer to root for a bunch of accused rapists." But by now everyone knows they were falsely accused. Cauterucci wants us to root instead for someone who falsely accused people of a horrible crime.

Only one of the groups meeting with DeVos, the National Coalition for Men, could be considered under the "men’s rights" label. Now, the label is a smear for some, but shouldn’t be. Men do face issues specific to them, such as paternity fraud. They’re also largely ignored when we talk about rape or domestic violence. Trying to advocate for people who are suffering shouldn’t be a smear.




Ich lasse den letzten Satz mal ein wenig sinken – gerade mit Blick auf die aktuellen Attacken der Heinrich-Böll-Stiftung.



9.
Donald Trump is one of the least popular politicians in the history of the United States. Yet, Trump is still more popular than Hillary Clinton. Let that sink in.


Der feministische Guardian berichtet – und verabschiedet sich dabei von dem Mythos, der Grund für Clintons schlechtes Image läge vor allem in Sexismus und der Verschwörung der radikalen Rechten.



10.
Christopher Nolan’s recent return to the director chair has blown away historians with his epic recount of the most remarkable stories of WWII – the evacuation of hundreds of thousands of Allied soldiers from the beaches of northern France – Dunkirk.

However, while the mastermind behind Dunkirk already has earned his stripes with the Dark Knight Triology, Inception and Interstellar – it appears not everyone is happy with his formula of telling historically accurate stories.

Several prominent white feminists writers have criticized the lack of female cast members throughout the film, particularly during the battle scenes.


Hier geht es weiter mit der herrlichen Satire.



11. Ganz herzlichen Dank für die Unterstützung meines Blogs durch die Spenden der letzten Tage – vor allem an einen ganz bestimmten Spender, der mit Sicherheit ahnt, dass er gemeint ist. :-)

Mittwoch, Juli 19, 2017

Missbrauchte Domspatzen: Jungen bleiben als Opfer unsichtbar – News vom 19. Juli 2017

1. Wir beginnen diesmal mit der Post. Einer meiner Leser schreibt mir:

Heute war überall die Meldung über den Abschlussbericht des Missbrauchs Skandale bei den Regensburger Domspatzen zu lesen.

Zuerst las ich es bei der Frankfurter Allgemeinen. Dank Genderama sensibilisiert, war ich verduzt, dass im Artikel ausschließlich von Domspatzen oder geschlechtsneutral den Opfern die Rede ist. Nie von Jungen. Sind nicht 100% der Domspatzen Jungen?

Ich schaue dann weiter. Spiegel Online spricht durchgehend von "Kindern". Süddeutsche und Welt finden viele Begriffe, vermeiden aber das Wort "Jungen".

Zufall? An diesen Punkt habe ich angefangen in den Abschlussbericht und damit der Quelle nachzuschauen.

Im gesamten 450 Seiten starken Text findet sich das Wort "Junge" nur in direkten Zitaten. In drei Fällen kommt im Text der Autoren das Wort "Junge" vor. In allen drei Fällen ist immer einer oder mehrere konkrete Jungen gemeint, nie die Gesamtheit der Opfer. Es wird stets von Opfern gesprochen (2870x im Text). In ganz wenigen Fällen wird von männlichen Opfern gesprochen:

"Hierzu ist bereits an dieser Stelle anzumerken, dass die Straftatbestände des schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern in §176 a StGB erst am 01.04.1998 und die Vergewaltigung (§ 177 StGB) von männlichen Opfern erst am 05.07.1997 ins Strafgesetzbuch aufgenommen wurden. ... Mit dem Münchner Informationszentrum f ür Männer (MIM) steht seit Oktober 2016 eine unabhängige Anlaufstelle für Opfer der Domspatzen zur Verfügung."

Zum Lesen aller Seiten und einem vollständigen Urteil über den Bericht fehlt mir die Zeit. Trotz der sehr lobenswerten Aufarbeitung bleibt ein schaler Beigeschmack, dass die männliche Opfer unsichtbar bleiben.


Genderama hat, Menschenrechtlern wie Professor Adam Jones folgend, immer wieder darauf hingewiesen, dass in der Berichterstattung über weibliche Opfer das Geschlecht hervorgehoben wird, aber in der Berichterstattung über männliche Opfer unerwähnt bleibt.



2. Zu den Schwarzen Listen, die die Heinrich-Böll-Stiftung der Grünen über Genderkitiker führt, schreibt mir ein Leser:

Es ist eine Konstante, dass die Darstellung unserer Seite durch die Böll-Stiftung & Co. meist dürr und einseitig ist. Liest man entsprechende Publikationen der einschlägigen Autoren, die gegen unsereins schreiben, fällt mir immer wieder eines auf:

Solange sie sich mit ihren eigenen Ideen und Ansichten beschäftigen, sind die Texte oft mit entsprechenden Quellen-Verweisen gut belegt (reichlich Fußnoten etc.). Wenn sie über uns schreiben, fehlt es dagegen an Quellenbelegen und argumentativer Tiefe. Auch kann man erkennen, dass die Perspektive dieser Leute auf uns sich in den vergangenen Jehren nicht verändert hat. Viele hinzugekommene maskulistische Akteure etwa tauchen in ihren Betrachtungen gar nicht auf, sie scheinen viele Entwicklungen nicht mitbekommen zu haben. Ihre Texte von heute unterscheiden sich kaum von denen vergangener Jahre - keine Entwicklung, kein Erkenntnisgewinn - Stillstand.

Nimmt man Ockhams Rasiermesser, könnte die einfachste aller Erklärungen diese sein: Inkompetenz. Diese Leute können nicht recherchieren oder gar analysieren. Lass sie Ihre Stuhlkreise abhalten. Wen kümmert's.


Ich bin ja selbst der Auffassung, dass man nicht mit Bösartigkeit erklären sollte, wozu Inkompetenz schon ausreicht. Und gerade der aktuelle Internetpranger der Grünen macht deutlich, dass die Verantwortlichen intellektuell über die Frage "Wer hat wo veröffentlicht, wer ist wo aufgetreten?" kaum hinwegkommen und selbst dabei noch Fehler machen. Nachdem ich persönlich von bestimmten Leuten allerdings seit Jahren gestalkt und online gemobbt werde, kann ich diesen Leuten eine zutiefst antisoziale Ader nicht mehr absprechen.

Die Wikipedia ist übrigens durchaus informativ, was die politische Tradition solcher Schwarzen Listen angeht:

In Diktaturen werden häufig Schwarze Listen mit politischen Gegnern geführt. In der Zeit des Nationalsozialismus erstellte beispielsweise Reinhard Heydrich solche Listen, auf denen unter anderem Ernst Röhm und der Reichskanzler Kurt von Schleicher standen, die beide ermordet wurden. Auch der Name des Autors Bertolt Brecht, der ins Exil gehen musste, fand sich auf einer solchen Liste wieder. (...) Schwarze Listen wurden in der Zeit des Nationalsozialismus auch jene Listen genannt, anhand derer "schädliches und unerwünschtes Schrifttum" indiziert und ausgesondert wurde. Auf deren Basis fanden auch die Bücherverbrennungen im Mai und Juni 1933 statt. Unter dem chilenischen Putschgeneral Augusto Pinochet wurden politische Gegner anhand von Schwarzen Listen ebenfalls ermordet.

In den Vereinigten Staaten während der McCarthy-Ära landeten aufgrund antikommunistischer Bedrohungsängste zahlreiche Personen auf einer Schwarzen Liste von nicht mehr zu beschäftigenden Personen. Insbesondere die Filmbranche war (nicht zuletzt dank der tatkräftigen Mitarbeit von Walt Disney) betroffen, die sogenannten Hollywood Ten erlangten internationale Bekanntheit. Unter den Opfern befand sich unter anderem Charlie Chaplin.

In West-Berlin erstellte in den 1970er- und 1980er-Jahren die Notgemeinschaft für eine freie Universität Schwarze Listen über "angebliche Verfassungsfeinde". Informationssammlungen, die von Rechtsextremen (Anti-Antifa) und Linksextremen über ihre jeweiligen politischen Gegner geführt werden, werden ebenso als Schwarze Listen bezeichnet.


Und jetzt führt das Genderlager der Grünen um Henning von Bargen und Andreas Kemper diese Praktik fort bei Menschen, die nicht stramm feministisch sind. Einer der Kommentatoren bei Christian Schmidt merkt dazu an:

Unter der Kategorie/Unterkategorien "Organisationen" werden u.a angeführt:

– Legionäre Christi

– Piusbruderschaft

– World congrss of families

– Manndat

– MGTOW

– Schweizerische Volkspartei

(...) Eigentlich könnten die alles, aber wirklich alles anführen, was nicht ausdrücklich Teil der Gendersekte ist. Da fehlt noch der IS, Trump, Ahmedinejad und John Mc Enroe.


Hadmut Danisch berichtet inzwischen auch über Falschdarstellungen durch diesen Internetpranger und hat entdeckt, dass die Verantwortlichen sich vor den erwartbaren Vorwürfen zu schützen versuchen, indem sie offen erklären, für die Richtigkeit der Inhalte keine Gewähr zu geben. Bei Danisch heißt es weiter:

Gerade noch haben die Grünen ja zu G20 noch behauptet, sie wären so friedlich und hätten mit Gewalt nichts zu tun? Warum wird dann zuerst auf mein Impressum verwiesen? Wozu braucht man das, wenn nicht zur Anstiftung zu Straftaten und Gewalt? (...) Und dann machen die Grünen immer so gerne auf Datenschutz ...




3. Ein weiterer Leser macht mich auf eine feministische Besprechung von Cassie Jayes "The Red Pill" aufmerksam und schreibt mir dazu:

Die Autorin meint, die Tatsache, dass Männer mehr gefährliche Berufe ergreifen, "may be the result of testosterone and its related biological and psychological effects, rather than social oppression". Sehr interessant, ne? Du und andere, Ihr habt völlig Recht: Die Feministinnen argumentieren immer so, wie es ihnen am besten in den Kram passt. Denn würde ein Mann das Entsprechende sagen - "Frauen ergreifen nun mal aus biologischen Gründen, z.B. weil sie weniger Testosteron und mehr Oxytocin haben, lieber soziale Berufe, statt einen handfesten Beruf oder eine Führungsposition zu übernehmen", gäbe es sofort einen Shitstorm gegen diesen reaktionär-patriarchalen rechten Biologisten.


Wenn Männer in unserer Gesellschaft ins Hintertreffen geraten, liegt es aus feministischer Sicht immer an Biologie oder persönlichem Versagen. Geht es um Frauen, dann ist der Grund gesellschaftliche Unterdrückung.



4. Es trifft nicht nur Männerrechtler und andere Kritker der herrschenden einseitigen Geschlechterpolitik: Neun von zehn Jugendlichen halten nach einer Umfrage ihre Interessen in der Politik für nicht ausreichend vertreten.

Neun von zehn. In einem politischen System, in dem die Herrschenden so tun, als ob sie die Verkörperung des Pluralismus darstellen und ein breites gesellschaftliches Spektrum abbilden.

Am ehesten sehen die Jugendlichen in der am Dienstag veröffentlichten Studie sich von CDU/CSU (18 Prozent), SPD (12 Prozent) und Grünen (11 Prozent) vertreten.


Wer Näheres wissen möchte, muss sich die Studie schicken lassen, was ich getan habe: Von der FDP fühlen sich leider auch nur fünf Prozent der Jugendlichen vertreten (trotz des FDP-Kernthemas "Bildung"), von der AfD gerade mal drei Prozent.

Über die Hälfte der Jugendlichen würde mehr politischen Einfluss von Nicht-Berufspolitikern befürworten.

Des weiteren berichtet YouGov:

Die Jungen zwischen 14 und 17 Jahren sind stärker an Politik interessiert als Mädchen: Fast die Hälfte der befragten Jungen sagt, sie beschäftigen sich intensiv und regelmäßig mit Politik, das gilt nur für jedes fünfte Mädchen. Was das politische Engagement im Berufsleben angeht, gibt es ebenfalls Unterschiede: Jeder fünfte Junge kann sich einen Job als Politiker vorstellen, bei den Mädchen sind es nur fünf Prozent. Für über die Hälfte der Mädchen kommt ein Job in der Politik gar nicht in Frage.


Aber wenn sich dann logischerweise deutlich mehr Männer als Frauen in der Politik einbringen, ist die Rede von patriarchaler Unterdrückung durch fiese Kerle, und es werden Quoten gefordert, um gegen diese Unterdrückung vorzugehen. Ein Großteil der Bevölkerung findet diese Quoten unsinnig, aber keine der aktuell im Bundestag vertretenen Parteien stellte sich dieser Forderung entgegen. Ist es ein Wunder, dass sich immer weniger Menschen von diesen Parteien vertreten fühlen?

Dienstag, Juli 18, 2017

Welche Entlastungsfunktion hat der grüne Internet-Pranger?

Heute morgen wies Genderama auf den neuen Internet-Pranger der grünen Heinrich-Böll-Stiftung hin, der die Frage aufwirft, warum die Verantwortlichen dafür (Henning von Bargen, Andreas Kemper und Elisabeth Tuider) dermaßen versessen darauf sind, Aktivisten für die Bürger- und Menschenrechte von Männern zu diskreditieren. Ein "Haters gonna hate" allein genügt für die Analyse kaum.

Meine linksliberale Positionierung ist seit Jahren durch zahlreiche Bücher und Artikel bekannt. Ich habe zu Zeiten, als ich noch mein Zweitblog "Hinter meinem Schreibtisch" geführt habe, lange Jahre mehrere Stunden pro Tag unentgeltlich gegen fremdenfeindliche Positionen angeschrieben. Ich habe ebenfalls unentgeltlich zahlreiche ähnliche Beiträge in den verschiedensten Publikationen veröffentlicht und auch in Genderama immer wieder eingebracht, was zu massiven Anfeindungen durch die tatsächlich Rechten führte. Ich habe gemeinsam mit zwei Muslimas ein "Watchblog Islamophobie" geführt. Und so weiter und so fort. Jemandem wie Andreas Kemper, der sich fast schon manisch mit mir beschäftigt, kann das nicht alles entgangen sein. Wenn ich tatsächlich rechts wäre – warum um alles in der Welt würde ich mich dann nicht bei Verlegern wie Kopp und Autoren wie Ulfkotte und Pirincci einreihen, um ebenfalls mit einer Mörderauflage den großen Reibach zu machen, während ich stattdessen ein "Plädoyer für eine linke Männerpolitik" mit einer sehr überschaubaren Auflage veröffentliche und deshalb nur ein schmales Einkommen habe? Die seit Jahren anhaltenden Versuche, mich zu diskreditieren, sind offenkundig ebenso unseriös wie bei anderen auf diesem Online-Pranger angegangenen Personen. (Professor Aigner etwa wird sich wundern, an welchem Kongress er 2015 teilgenommen haben soll.)

Die naheliegende Erklärung lautet natürlich, dass Ad-personam-Attacken Sachdebatten unterbinden sollen, weil derjenige, der diese Angriffe leistet, einer Diskussion auf Sachebene nicht gewachsen wäre. Bezeichnenderweise ist es diese Ebene persönlicher Angriffe, auf denen die Auseinandersetzung mit der Männerbewegung grundsätzlich stattfindet: Kempers Spezi Thomas Gesterkamp spricht von "Familienfundamentalisten", Martin Rosowski von "Frauenfeinden", in einer Abschlussarbeit der Genderstudien von Hinrich Rosenbrock stellen gleich die Überschriften ganzer Kapitel persönliche Attacken dar. Der linke Maskulist "Leszek" hat einmal analysiert, wie sich die Vertreter der Genderstudien mit dem pauschalen Vorwurf, Kritik an ihrer Perspektive sei "rechts", grundsätzlich gegen solche Kritik imunisieren. Ein Auszug:

Das "Kritiker-sind-alles-Rechte"-Argument bedeutet ja nichts anderes als: "Kein Mensch, der ohne ideologische Scheuklappen durchs Leben geht, findet etwas Ernsthaftes daran auszusetzen." Und das muss doch skeptisch stimmen, denn Wissenschaft speist sich immer daraus, dass Annahmen hinterfragt, kritisiert, widerlegt, verworfen, verbessert, verfeinert werden. Ein "da kann man ja gar nichts mehr dran verbessern" ist unwissenschaftlich und ein verlässlicher Hinweis auf ideologische Scheuklappen.


Die Frage ist nur, ob "Denunzierung als Strategie" ausreicht, um die bizarre Manie zu erklären, der Männerrechtsbewegung eine rechte Haltung bis hin zu Vergleichen mit dem Nationalsozialismus zu unterschieben.

Ich kann natürlich nicht in den Kopf von Andreas Kemper, Henning von Bargen und Elisabeth Tuider hineinsehen. Aber man kann sich ja vorstellen, man hätte eine Wahl: Man könnte sich über lange Jahre hinweg gründlich in die Geschlechterdebatte einarbeiten, sich mit den Erfahrungen vieler männlicher Opfer eingehend beschäftigen (was belastend sein kann) und würde, sobald man darüber berichtet, vor allem als Unhold dargestellt werden, wenn man über die dabei gewonnen Erkenntnisse schreibt. Oder man könnte sich überhaupt nicht in dieses Thema einarbeiten, gebetsmühlenartig dieselben Ad-personam-Attacken wiederholen und würde daraufhin finanziell von einer Bundestagspartei getragen und von den verschiedensten Journalisten als "Experte" befragt. Vor diese Wahl gestellt: Wofür würden sich da wohl viele Menschen entscheiden? Ein krankes System gebiert nun mal häufig krankes Verhalten. Gleichzeitig ist es dieses Verhalten, das immer mehr Menschen von der Linken abwandern lässt und die Linken den Begriff "Gutmenschen" eingebracht hat: Menschen, die sich selbst als moralisch inszenieren, die Situation tatsächlich aber nur schlimmer machen.

Vielleicht hilft hier aber auch ein Erklärungsmodell, das der Sozialpsychologe Professor Jonathan Haidt verwendet, der von der ZEIT über die aktuelle linke Studentenbewegung (nicht nur) in den USA befragt wurde:

Diese gigantische linke Studentenbewegung ist eine dogmatische Linke, die jetzt nicht nur die Konservativen, sondern auch die liberale Linke attackiert.


Der linksliberale Blogger Lucas Schoppe berichtet hier, wie er von jemand mit dem Nick "Love" auf Twitter als "rechtsradikal" angefeindet und blockiert wurde, weil er eine problematische Koransure beanstandet hatte. Schoppe führt zu diesem Vorgang aus:

Die sprachliche Gewaltsamkeit von "Love" entsteht daraus, dass er offenbar die Situation im Sinne von Freund-Feind-Mustern wahrnimmt. Eine einzelne Äußerung wird dann gar nicht mehr für sich genommen interpretiert, sondern nur auf Signale hin gescannt, die eine Einordnung in diese Muster erlauben. Da rechtsradikale Deutsche den Islam heftig ablehnen, erlaubt dann schon eine deutliche Skepsis gegenüber einzelnen Koran-Positionen eine Einordnung als "rechts". Andere aus anderen politischen Richtungen agieren ebenso mit dem Feindbild "Linke", oder "Feministinnen", oder "Maskus"…


An anderer Stelle erinnert Lucas Schoppe daran,

dass die stark abwertenden, diffamierenden Texte über Männerrechtler in Deutschland (...) erst herauskamen, NACHDEM sich Alternativen zu Foren wie wgvdl o.ä. herausgebildet hatten. Erst als ziemlich viele Männer anfingen, sich als linke oder liberale Männerrechtler zu positionieren und gegen rechts abzugrenzen – als Kritik am Feminismus auch von links geübt wurde und nicht mehr leichthin als Phänomen aus rechten Ecken hinzustellen war – erst zu dem Zeitpunkt setzten Parteien mit linkem Selbstverständnis großen Nachdruck dahinter, Engagement für Männer oder Jungen als etwas originär Rechtes hinzustellen. Vorher war es für sie offenbar keine Bedrohung.


Henning von Bargen, Andreas Kemper und Elisabeth Tuider stellen Männerrechtler wie mich demnach also vielleicht nicht deshalb an einen irreführenden Onlien-Pranger, OBWOHL sondern WEIL ich links bin. Womöglich erschüttert es auch ihr Selbstbild zu sehr, dass sie als Linke eigentlich gegen Diskriminierung sein müssten, die Diskriminierung von Männern bei ihnen aber nur Wut auf diejenigen erzeugt, die davon berichten. Es entsteht eine innere Kluft: Man möchte zu gerne zu den moralisch besseren Menschen gehören, zugleich aber zahlreiche geschlechtsbezogene Problemlagen ignorieren. Diese kognitive Dissonanz führt zu dem intellektuellen Kurzschluss, dass Linke, die über diese Problemlagen sprechen, eigentlich irgendwie "rechts" sein müssen, sonst würde man sich ja mit ihrem Kampf gegen Diskriminierung solidarisieren.

Es ist NICHT vorstellbar, dass die Verantwortlichen für den grünen Internet-Pranger beispielsweise nichts von den Menschenrechtsverletzungen zu Lasten von Männern wissen. Denn mein Buch "Plädoyer für eine linke Männerpolitik", das ein ausführliches Kapitel über diese Menschenrechtsverletzungen enthält, wird von den Verantwortlichen für den Online-Pranger dort an mindestens einer Stelle zitiert. Offenbar wurden aber sämtliche Inhalte dieses Buches ignoriert, die sich nicht als Munition gegen den politischen Gegner verwenden lassen.

"Männer" ist in der Linken ein Schimpfwort stellte der ehemalige taz-Mitarbeiter Matthias Lohre vor mehreren Jahren anhand von Schlagzeilen der "taz" fest. Und Benachteiligungen speziell von Männern sind in der Linken kaum Thema. Das bedeutet für viele offenbar: Wenn Linke gegen die Diskriminierung von Männern und gegen männerfeindlichen Sexismus eintreten, sind es eben keine Linken mehr, sondern Rechte. Und wer nicht von den Kempers dieser Welt mit Nationalsozialisten verglichen werden möchte, muss bei diesem Sexismus gefälligst brav mitmachen.



Die Arbeit an einem Blog wie Genderama wird durch keine finanzkräftige Parteistiftung getragen, sondern ist unbezahlte Graswurzelabeit. Das verleiht der politischen Auseinandersetzung ein sehr einseitiges Gewicht. Gerne aber können Sie mich aber durch eine Spende unterstützen.

Internet-Pranger für Kritiker der herrschenden Geschlechterpolitik online – News vom 18. Juli 2017

1. Weil die Wikipedia offenbar für die Feindbildproduktion nicht mehr ausreicht, gibt es jetzt mit dem Namen "Agent*In" das neueste Internet-Lexikon, das Feminismuskritiker in einen Zusammenhang mit radikalen Rechten stellt. Auch über mich gibt es dort natürlich einen eigenen Eintrag.

Vielleicht wundern Sie sich bei dessen Lektüre beispielsweise darüber, dass Sie, obwohl Sie seit langen Jahren Genderama lesen, hier noch auf keinen einzigen der angeblich so häufigen Verweise auf die "Jungen Freiheit" gestoßen sind. Dann aber sagen Sie sich vielleicht: Naja, leider kann heutzutage so ziemlich jeder anonym irgendein denunziatorisches Wiki online stellen.

Von wegen. Die Agitation wird ganz offen betrieben: Das hier sind die Verantwortlichen für die neueste Attacke aus dem Genderlager.

Beim Lesen des Eintrages über mich dürfte Ihnen ebenfalls aufgefallen sein, dass Sie über meine politische Haltung zu verschiedenen geschlechterpolitischen Fragen keine Silbe erfahren. Das ist bei anderen Personen, die auf diesem skurrilen Internet-Pranger gedisst werden, ähnlich. Das Engagement dieser Personen für Bürger- und Menschenrechte wird konsequent ausgeklammert, wodurch sich die Betreiber dieser Website unterschwellig gegen solche Bürger- und Menschenrechte positionieren.

Eine Sachdebatte auf Augenhöhe scheut das Genderlager noch immer wie der Teufel das Weihwasser. Und eben weil beispielsweise den Grünen statt guten Argumenten auf Sachebene nur noch so etwas wie dieses Wiki einfällt, um politische Auseinandersetzungen zu führen, können sie seit Jahren bei vielen Wählern nicht mehr punkten. Harald Marteinstein hatte ich zu diesem Thema ja erst neulich zitiert:

Wegen eines kritischen 'Zeit'-Artikels über die Genderforschung wurde ich von der den Grünen nahestehenden Heinrich-Böll-Stiftung als NPD-nah eingestuft. Und diese Grünen hatte ich, verdammt noch mal, davor rund zehn Mal gewählt.


Viele Wähler der Grünen haben inzwischen dazu gelernt. Die Partei und ihre Stiftung leider nicht.

Das Gunda-Werner-Institut in der Heinrich-Böll-Stiftung bewirbt seinen Internet-Pranger ausführlich hier.



2. Christoph Reimann hat sich beim Deutschlandradio unter der Überschrift "sexuelle Diskriminierung" Gedanken zum "Mann als (Lust-)Objekt" gemacht.



3. Die Frankfurter Allgemeine hat einen neuen Vorschlag für die feministische Verbesserung unserer Sprache zu bieten: "Bäcks und Hausmeistis".



4. Kritik erntet derzeit eine seit Jahrzehnten beliebte britische Science-Fiction-Serie. Nach zwölf Generationen von Männern ist der neue "Doctor Who" jetzt eine Frau. Feministinnen sind empört, weil sich die Macher der Serie nicht für einen transsexuellen Schwarzen entschieden haben.



5. Die Post. Einer meiner Leser ist befremdet von einem Artikel in der Frankfurter Allgemeinen, der gleichen Lohn auch für Profi-Fußballerinnen fordert:

Absurd, wie der Autor die naheliegenden, berechtigten Einwände gegen gleiche Bezahlung (mehr Geld im Spiel, Einschaltquoten, LEISTUNG etc.) in einem langem Kommentar binnen ganz weniger Sätze wegzuwischen versucht, ohne irgendein Argument vorzubringen - und stattdessen HeforShe zu bemühen, ziemlich wenig emanzipatorisch.

Abgesehen davon, dass die Fußballstars ihren männlichen Fans nichts abgeben, sondern von ihnen und ihrer Leidenschaft leben, während sich die meisten Frauen nicht für Fußball interessieren und kein Geld dafür ausgeben - schon gar nicht für Frauenfußball.


Ein anderer Leser teilt eine Einschätzung nicht, die ich gestern veröffentlicht habe:

Lieber Arne Hoffmann,

heute haben Sie zu Worten des Forschers Klaus Schroeder angemerkt, man sollte Parteien mit einem derart ungeklärtem Verhältnis zur Gewalt nicht wählen.

Ich bin in diesem Punkt nicht ganz einverstanden mit Ihnen. Ich meine, dass man damit unnötig dazu beiträgt, alles, was "links" ist, pauschal zu diskreditieren. Fast schlimmer noch: Man etikettiert Gruppierungen als links, die es nicht sind. Ich meine damit die SPD.

Die SPD von Schröder, Schulz, Heil und Schwesig ist Lichtjahre entfernt davon, links zu sein. Sie ist neoliberal, falls sie überhaupt durch Überzeugungen auffällt. Dieses Milieu hat überhaupt keine Nähe zu der radikalen Linken. Kapitalismuskritik ist ihm fremd. Ich kann mir daher überhaupt nicht vorstellen, dass diese Partei auch nur ansatzweise irgendwelche Sympathien für gewalttätige Links-Autonome empfindet. Als Zyniker könnte man sagen: Ach, gäbe es doch wenigstens im Ansatz in der SPD ein wenig Revoluzzertum! Dann würde sich die Partei wenigstens noch irgendwie mit inhaltlichen Auseinandersetzungen befassen.

Was stimmt, ist, dass die Jusos sich tatsächlich auf solche Demo-Bündnisse einlassen. Der eine oder andere Juso geriert sich auch als hart links. Wenn es aber echte Kontakte zur linksradikalen Szene gibt, dann sehe ich diese eher bei der Linkspartei. Diese bindet auch eher linksalternative und linksradikale Milieus ein. Hier haben dann tatsächlich einige Leute mal darüber nachzudenken, was sie dort unterstützen.

Dennoch muss man selbst bei der Linkspartei sagen, dass man das nicht so generalisieren sollte. Leute wie Wagenknecht und Bartsch haben mit dieser Sorte Linke wenig am Hut. Wagenknecht z.B. hat irgendwann in der letzten Zeit auch diese Fraktion in der Partei stark kritisiert. Sie hat ihnen vorgeworfen, dass sie Linkssein mit dem Einsatz für die sprichwörtliche Gendertoilette verwechseln und dass die damit die wirklich brennenden ökonomischen Ungerechtigkeiten aus dem Blick verlieren.

Fazit: Es ist falsch, alle in Bausch und Bogen zu verdammen. Es ist insbesondere falsch, etwaige denkbare Verbündete in diesen Parteien anzugreifen und somit die Tür zuzuschlagen für die Frage der Männerrechte. Vielmehr sollte man auch in diesen Parteien Leute suchen und kontaktieren, die ein offenes Ohr für die Interessen von Männern haben. Wenn man jetzt "links" und "Gewalt" gleichsetzt, spielt man bloß das Spiel der Union mit.

Das führt aber am Ende dazu, dass nur noch Union und AfD als denkbare Bündnispartner übrig bleiben. Aber damit fühlt sich nicht jeder Männerrechtler wohl. Nur weil ich Feminismuskritiker bin und das Mitte-Links-Spektrum diesbezüglich null Diskursbereitschaft zeigt, möchte ich nicht nach rechts rücken. Und ich fänd es fatal, wenn viele eher politisch naive Männerrechtler sich den rechtskonservativen Leuten der "Kulturmarxismus"-Fraktion in die Arme werfen, ohne zu merken, dass auch die vor allem ihr eigenes politisches Süppchen kochen.

Ich bin links und möchte es auch bleiben. Ich lehne den Generalverdacht ab, mit Gewalttätern zu sympathisieren, zumal ich parteilos bin und keinerlei Szenekontakte habe. Sippenhaft, das war in meiner Ex-Heimat DDR üblich. Aber in einer offenen Demokratie sollte es möglich sein, differenziert zu diskutieren.


Ich stehe ja weltanschaulich selbst links und kann die Argumentation meines Lesers zu weiten Teilen nachvollziehen. Allerdings sind mir Werte wie Gewaltfreiheit, Antisexismus, Menschenrechte und eine faire Sachdebatte wichtig. Diese Werte finde ich in Parteien wie den Grünen, der SPD und der Linken seit Jahren nicht mehr im für mich ausreichenden Ausmaß, und ich weiß, dass ich nicht der einzige Linke bin, der sich gegenüber diesen Parteien zunehmend entfremdet fühlt. Die AfD steht für mich ohnehin nicht zur Diskussion, insofern bleiben für meine Wahlentscheidung von den einflussreicheren Parteien derzeit tatsächlich nur CDU und FDP übrig. Eine Verbrüderung mit gewaltbereiten Extremisten wird man bei den Liberalen etwa nicht finden. Wenn allerdings jemand auf SPD, Grüne und Linkspartei einwirken möchte, damit dort verantwortungsbewusstere Politiker an Einfluss gewinnen, bin ich der letzte, der sich solchen Versuchen entgegenstellen würde. Wobei mich schon interessieren würde: Die "etwaigen denkbaren Verbündeten in diesen Parteien für die Frage der Männerrechte" – wer soll das sein?



6. Weitere geschlechterpolitische News findet man heute Morgen hier.

Montag, Juli 17, 2017

Jetzt auch CDU: Wer keinen Unterhalt zahlt, soll Führerschein verlieren – News vom 17. Juli 2017

1. Vätern, die keinen Unterhalt zahlten, solle der Führerschein weggenommen werden – das fordern Sozialdemokraten wie die ehemalige Frauenministerin Manuela Schwesig und Sigmar Gabriel. Inzwischen werden solche Forderungen auch aus den Reihen der Christdemokraten laut.



2. "Die sprachliche Integration von Frauen in Gesetzen, ihre Inklusion, droht andere Gruppen auszugrenzen" argumentiert Judith Froese bei der Frankfurter Allgemeinen.



3. Hadmut Danisch berichtet, wie die Moderatorin Barbara Hahlweg im ZDF Falschinformationen zum Thema Gleichstellung verbreitet. Hahlweg war Hauptmoderatorin des ZDF-Frauenmagazins "Mona Lisa", das vorgestern eingestellt wurde.



4. Im Magazin "Quillette" erklärt Aaron Neil, warum man sich in unserer Gesellschaft den Kopf weniger über die Geschlechterkluft in bestimmten Bereichen, etwa Naturwissenschaft und Technik (STEM), zu zerbrechen braucht:

Despite attempts to encourage women to work in STEM, these numbers are barely changing. Even as more women join the workforce, few choose to work in STEM fields. Between 1991 and 2011, women accounted for 75 per cent of the growth in the number of workers in university-level non-scientific occupations, but only 27 per cent of the growth in the number of workers in university-level scientific occupations.

Some may argue that patriarchal social factors encourage women into stereotypically feminine fields (childcare, nursing etc.), and discourage them from pursuing STEM related careers. However, if one were to make the case that societal factors determine choices made by men and women, you would expect that in more egalitarian countries, the sexes would make similar career choices, and thus, gender gaps would recede. However, studying sex differences across 55 different cultures, Schmitt, Realo, Voracek, & Allik, came to the opposite conclusion (...):

"With improved national wealth and equality of the sexes, it seems differences between men and women in personality traits do not diminish. On the contrary, the differences become conspicuously larger."

They also made this statement remarking on their own extensive research (...):

"In this study, a collection of eight different gender equality indicators provided a comprehensive set of measures that assess disparity between male and female roles in society. In every case, significant findings suggest that greater nation-level gender equality leads to psychological dissimilarity in men’s and women’s personality traits."

Gender gaps do not decrease in egalitarian countries. Rather, they increase. According to the authors, this is because as “society becomes more prosperous and more egalitarian, innate dispositional differences between men and women have more space to develop and the gap that exists between men and women in their personality traits becomes wider” (emphasis added).

In other words, in prosperous and egalitarian countries, people are free to pursue their respective career interests. Since men and women are innately different, they pursue different vocations based on dissimilar interests. Therefore, equal representation is an inaccurate measure of gender egalitarianism, simply because in egalitarian countries, gender gaps are the most robust.




5. Der Boston Globe veröffentlichte dieser Tage den Artikel "In defense of the white male" von Roland Merullo. Ein Auszug:

Everywhere I turn these days I encounter the term “white male,” almost always used in a pejorative way. (...) Associating us only with evil deeds, selfishness, and violence is as misguided as making general disparaging statements about any other group: women, blacks, Muslims, homosexuals. Yet, in certain circles, it has become acceptable — even laudable — to do just that.

Not long ago I had an exchange with a former student of mine — we were discussing women’s rights and abusive men — and she told me I had no right to speak on the subject. "We were made to be silent for millennia," she said, "now it’s your turn." That kind of revenge must be satisfying, and particularly soothing to those who’ve been hurt by men — no small number. Ultimately, though, understandable as it may be, the impulse toward revenge leads nowhere except to a seesaw of oppression and fury.

I thought of arguing with her that my right to speak on those issues derives from the fact that I have two daughters and have been married for 38 years to the same good woman. But those aren’t the true reasons. The true reason is that I am a human being, and the welfare of all human beings concerns me.

(...) From Jews to African-Americans to homosexuals to Irish, Italian, and now Middle Eastern immigrants, hatred began by tossing all of them into a group, and attributing to that group the most unattractive characteristics imaginable. What is being done to "white males" now, it should go without saying, is not on a par with what was done to those people. But the instinct to label and blame is born of the same kind of group-think.

Maybe one fine day we’ll learn to eschew labels, or at least see beyond them, and focus on the humanity we share.


Was Feministinnen zu diesem Artikel sagen würden ist klar: Die Hass-Ideologie der Masku-Nazis dringt immer weiter in etablierte Medien vor.



6. Da wir es hier schon einige Wochen nicht mehr mit Superhelden hatten: Captain America ist angeblich Transgender



7. Teilweise off-topic ist mein persönliches Zitat des Tages. Es stammt von dem Extremismusforscher Klaus Schroeder und findet sich in der aktuellen Frankfurter Allgemeinen Woche (nicht online):

"Jetzt, da die Gewaltorgie [in Hamburg] nicht zu übersehen war, versuchen sich die SPD, die Grünen und die Linkspartei zu retten und zu sagen: Das hat mit uns nichts zu tun. Das ist völliger Quatsch. Ihre Jugendorganisationen machen ständig Aktionsbündnisse mit Linksextremisten. Das heißt nicht, dass die Jusos Steine werfen, aber sie haben keine Scheu, mit solchen Leuten zu demonstrieren. (...) Die einzigen, die die Gewalt eindämmen könnten, wären gemäßigte und radikale Linke."


Das Mindeste, was wir Bürger in dieser Hinsicht tun können, ist, Parteien mit einem derart ungeklärten Verhältnis zur Gewalt einfach nicht mehr zu wählen.

Sonntag, Juli 16, 2017

Männer, beschäftigt euch mehr mit Feminismus! – News vom 16. Juli 2017

1. "Wir brauchen mehr männlichen Diskurs über Feminismus" fordert der Feminist Robert Franken im Deutschlandfunk. Ich fürchte ja, dass Franken damit einen rein affirmativen und keinen kritischen Diskurs meint. Von diesem Detail abgesehen wird sich Genderama auch heute wieder alle Mühe geben, seinen Wunsch zu erfüllen.



2. Damit kann ich angesichts des real existierenden Feminismus leider nicht dienen: Aktuell hat der Berliner Senat eine von feministischen Partien durchgesetzte Redequote für Frauen abgeschafft. Aus guten Gründen – unter anderem dass schon die Notwendigkeit für einen so drastischen Schritt niemals belegt wurde:

Dass sich Politikerinnen prinzipiell weniger als ihre männlichen Kollegen an Plenardebatten beteiligen würden, sei eine "nicht empirisch nachgewiesene Vermutung".


Wie so vieles in der Frauen-sind-Opfer-Debatte, die zu immer neuen gesetzlichen Regelungen führt.



3. Ein Thema, das im Feminismus eher selten diskutiert wird, ist die sexuelle Ausbeutung von Männern durch Frauen. Das Biber immerhin beschäftigt sich mit dem Abhängigkeitsverhältnis zwischen älteren Sugar Mamas und jungen Flüchtlingen.



4. Zwei feministische Geographinnen fordern, ihre Kollegen sollten nicht immer wieder die Forschung weißer Männer zitieren. Das sei heteromaskulinistisch.



5. Das populärwissenschaftliche Magazin "Psychology Today" deckt auf, wie eine Fachkonferenz zu dem angeblichen Problem tagt, dass Frauen in Naturwissenschaften diskriminiert würden, die Verantwortlichen aber auch auf Nachfrage keinen einzigen Beleg dafür liefern können, dass es eine solche Diskriminierung überhaupt gibt.



6. Eine feministische Mutter erklärt, auch der Kontakt mit ihren eigenen Söhnen sei nicht sicher, weil alle Männer zwangsläufig Sexisten seien:

"I know I’m not supposed to cast an entire sex with a single paint brush — not all men, I’m sure some readers are thinking and preparing to type or tweet," Allard wrote. "But if it’s impossible for a white person to grow up without adopting racist ideas, simply because of the environment in which they live, how can I expect men not to subconsciously absorb at least some degree of sexism? White people aren’t safe, and men aren’t safe, no matter how much I’d like to assure myself that these things aren’t true."

(...) "I love my sons, and I love some individual men. It pains me to say that I don’t feel emotionally safe with them, and perhaps never have with a man, but it needs to be said because far too often we are afraid to say it," Allard wrote. "This is not a reflection of something broken or damaged in me; it is a reflection of the systems we build and our boys absorb."


Erstaunlicherweise ist die Beziehung dieser Feministin zu ihren Söhnen nicht optimal, seit sie öffentlich derartige Statements abgibt:

Allard previously wrote an op-ed for The Washington Post in which she accused her sons of being "blind to rape culture." The op-ed pushed her son away from her because he feels that she characterized him unfairly in her write-up.

"He doesn’t understand that even quiet misogyny is misogyny, and that not all sexists sound like Twitter trolls. He is angry at me now, although he won’t admit that either, and his anger led him to conservative websites and YouTube channels; places where he can surround himself with righteous indignation against feminists, and tell himself it’s ungrateful women like me who are the problem," Allard wrote.




7. Die Post. Einer meiner Leser schickt mir "als kleine Aufmunterung" den Link zu Julius Beneckes Heise-Artikel "Das Silicon Valley schwappt über vor Sexismus". Mein Leser schreibt dazu:

Der aufmunternde Teil ist in den Kommentaren zu finden; Rufe nach Männerrechtlern als "Lobby und gemeinsamer Zusammenschluss" sind stark, auch beißen feministische Argumente immer mehr auf Granit, während die echte Gleichberechtigung hoch im Kurs steht.


Ein anderer Leser macht mich auf einen Artikel aufmerksam, den "Die Zeit" von der feministischen "Edition F" übernommen hat. Die Autorin Helen Hahne verweist triumphierend auf eine schwedische Studie, die die Berechtigung der Frauenquote stützen soll. Diese Quote sorge nämlich dafür, dass auch mehr kompetente Männer in Unternehmen an die Macht kämen:

Um die Kompetenzsteigerung zu errechnen, verglichen die Wissenschaftler die privaten Einkommen (in Schweden ist es durchaus normal, dass Kommunalpolitiker ihre eigentlichen Jobs behalten) der verschiedenen Politiker einer Region aus derselben Alters-, Bildungs- und Berufsschicht. Die Argumentation der Wissenschaftler: Ein kompetenter Kommunalpolitiker verdient mehr als das Mittel der Politiker mit ähnlichen Eigenschaften (Alter, Bildungsstand, Berufsschicht). Im Durchschnitt sorgte eine zehnprozentige Mehrbeteiligung von Frauen unter den sozialdemokratischen Politikern für einen dreiprozentigen Anstieg der Anzahl kompetenter (also besser verdienender) männlicher Politiker. Bei den Politikerinnen war keine wahrnehmbare Leistungssteigerung zu erkennen.


Mein Leser merkt dazu an, es sei für ihn nicht nachvollziehbar, "wie man anhand des Einkommens aus einem Bereich auf die Kompetenz in einem anderen Bereich schließen kann". Und er verweist auf einen anderen Leserkommentar, der spöttelt, dass die USA dieser feministischen Logik zufolge "jetzt wohl den kompetentesten Präsidenten aller Zeiten bekommen haben".

Samstag, Juli 15, 2017

Achtzig Prozent der Toten sind Männer (worüber kaum jemand spricht) – News vom 15. Juli 2017

1. Ein Großvater holt seine Enkelin ab. Ein Passant glaubte, er sei ein Kinderschänder und alarmierte die Polizei. Diese nennt es ein "positives Beispiel von Zivilcourage".



2. Das Drogenproblem speziell für Männer ist in Nordamerika so übel geworden, dass man selbst im feministischen Guardian einen besorgten Artikel findet:

A professor at the University of British Columbia has highlighted a different statistic from the crisis: in 2016, of the 935 fatal overdoses in the province, 80% were men.

Research that shows men are more likely to use illicit drugs, so it is perhaps logical that they are more likely to overdose. But the clinical psychologist Dan Bilsker argues that the figure suggests a relationship between the crisis and masculinity – one that may offer clues as to why the death toll continues to rise, and where the solutions might lie.

"I think we haven’t really thought deeply or well about who men are, about what the pressures on them are, what we need them to be," he said.

Bilsker has spent years studying men’s psychological health, delving into why men live an average of four to six years less than women and are more likely to kill themselves. In some ways, the opioid crisis stems from the same tangled roots, he said. And as with many other health issues, its singular interaction with gender has been largely overlooked.

(...) Bilsker believes the government’s response would be different if those dying were 80% women. "I suspect there would be more groups – more people actively involved in raising public awareness – who would speak up and engender a greater sense of this being an important issue," he said.




3. Das bedeutet natürlich nicht, dass die Redaktion des "Guardian" grundsätzlich zur Besinnung gekommen wäre. Aktuell etwa empört sich in dem Blatt die Feministin Jessica Valenti darüber, dass von der US-Gesundheitsministerin Betsy DeVos auch "gefährliche Antifeministen" und "rape deniers" zum Gespräch eingeladen wurden. Gemeint sind mit dieser Analogiebildung zu "Holocaust deniers" Männerrechtler, die für die Rechte von Falschbeschuldigten eintreten.

Auch beim "Clinton Network" CNN ist man empört darüber, dass die Opfer von Falschbeschuldigungen von einer Ministerin ernst genommen werden:

DeVos's Acting Assistant Secretary, Candice E. (...) Jackson's words specifically serve to perpetuate rape culture. She recounted meetings with students whose futures were derailed by accusations, and described listening to a mother talk about her son, who she found "trying to kill himself because his life and his future were gone, and he was forever branded a rapist." Said Jackson: "That's haunting."

You know what else is haunting? Being raped.


Währenddessen veranschaulichen Mitglieder der US-Demokraten noch einmal, warum sie derzeit so krachend bei den Wahlen verlieren:

The Education Department's decision to meet with SAVE — along with the National Coalition for Men Carolinas, a men's rights organization, and Families Advocating for Campus Equality, a nonprofit founded by mothers of sons who were falsely accused of sexual misconduct in college — concerned people who say the groups are hostile to accusers.

"It is disturbing that the Department of Education would place these radical groups on the same level as those working tirelessly to confront the crisis of sexual assault on our campuses," Pennsylvania Sen. Bob Casey, a Democrat, said in a letter to DeVos on Wednesday, calling the meeting a "slap in the face to the victims of campus sexual assault."


Trotz derartig psychopathischer Reaktionen aus dem feministischen Lager scheint die Ministerin das Problem verstanden zu haben:

After days of controversy surrounding meetings with stakeholders in the campus sexual assault debate, Education Secretary Betsy DeVos said Thursday that she wanted to help both victims of assault and those who have been falsely accused of rape — a striking departure from the rhetoric of the Obama administration, which has focused primarily on survivors.

DeVos strongly suggested that she was planning to overhaul the way that the government deals with campus sexual assault, calling the current system of enforcing Title IX broken.

"We need to get this right, we need to protect all students, and we need to do this quickly," DeVos told reporters.

(...) DeVos said that the stories of those falsely accused of rape "are not often told," repeatedly mentioning them alongside victims of sexual assault. "I saw a lot of pain today," Devos said of her meetings.

Accused students and their attorneys, who have long insisted the system is failing them, told BuzzFeed News that the fact that DeVos welcomed them to the table was remarkable.

"This is the first time there's an acknowledgment [by the department] that the equation here is more than just victims of sexual misconduct," said Andrew Miltenberg, an attorney who works with the groups invited to the accused students meeting.

(...) "There are elements of [Obama's] Dear Colleague letter that just don't seem to be working," said Jonathon Andrews, a 23-year-old former Hanover College student, who told DeVos on Thursday that he attempted suicide in 2015 after being falsely accused of assault. "For a long time, the victims have not been paid attention to and that's a serious problem. Now we've swung the pendulum so far that's it has become guilty until proven innocent."


Das Ergebnis dieser Gespräche lautet also: Männerrechtler wurden wieder einmal auf breiter Front von den Medien durch den Dreck gezogen, konnten ihre Anliegen aber zu Gehör bringen. Letzteres wäre unter der Präsidentschaft Hillary Clintons niemals möglich gewesen.



4. Paul Nungesser, das Opfer des "Matratzenmädels" Emma Sulkowicz hat sich mit der Universität, wo die mutmaßliche Verleumdung stattfand, auf einen Vergleich geeinigt:

Columbia pledged to reform gender-based discipline policies to ensure "accuser and accused [students], including those like Paul who are found not responsible," are given "respect."

"Paul’s remaining time at Columbia became very difficult for him and not what Columbia would want any of its students to experience," said Columbia in a statement obtained by The Daily Caller News Foundation. (...)

Columbia praised Nungesser for graduating as a John Jay Scholar, a member of a community that demonstrates "remarkable academic and personal achievements, dynamism, intellectual curiosity, and original thinking." The school also stated that the accused student is attending a prestigious film school and has begun his film-making career.

(...) Sulkowicz released a performance art sex video in June 2015. "Mattress Girl" continued her performance art post-graduation, allowing a man to tie her up and beat her in front of a live audience in May 2017.

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