Samstag, Mai 26, 2018

Frauen, die Islamischen Staat unterstützten, gehen straffrei aus – News vom 26. Mai 2018

1. Die Tagesschau berichtet:

Der dritte Strafsenat des Bundesgerichtshofes (BGH) hat die generelle Strafverfolgung von Frauen abgelehnt, die sich dem "Islamischen Staat" angeschlossen haben. (...) Generalbundesanwalt Peter Frank hatte in seinem Antrag dagegen argumentiert, dass Frauen wie Sibel H. die einen Kämpfer heiraten, Kinder bekommen und diese im Sinne des IS erziehen, die Organisation von "innen heraus stärken". Auch Frauen würden "Teil des Staatsvolkes" des IS. (...) Mit der jetzigen Entscheidung wird die Strafverfolgung von Frauen, die sich dem IS angeschlossen haben, erheblich erschwert. Ihnen müssen konkrete Unterstützungs- oder Kampfhandlungen nachgewiesen werden können, ansonsten bleiben sie straffrei. In den Sicherheitsbehörden wird die Entscheidung daher mit Sorge gesehen.


Irgendwann fliegt uns der ständige Frauenbonus vor Gericht noch einmal um die Ohren.



2. Österreichs Männerpartei gibt eine Reisewarnung für Schweden aus.



3. Die Volkshochschule Wien bietet den Kurs "Werde ich vom Feminismus kastriert?" an.



4. In der "Zeit" erklärt Robin Detje Alek Minassian, der im April in Toronto zum Massenmörder wurde, kurzerhand zum "Männerrechtler". Tatsächlich ist nichts über irgendein männerpolitisches Engagement Minassians bekannt.



5. Die Grüne Claudia Roth ist beunruhigt über eine aktuelle Rückkehr der Frauenfeindlichkeit. So möchte sie nicht mehr gefragt werden, warum sie kein Kind habe, "weil es unendlich verletzt".

Freitag, Mai 25, 2018

Britischer Politiker: "Mittwochs bin ich eine Frau" – News vom 25. Mai 2018

1.
Einem männlichen Labour-Aktivisten wurde erlaubt, für eine reine Frauenposition in der Partei zu kandidieren, indem er die Regeln der Selbstbestimmung von Geschlecht ausnutzte, um sich mittwochs als weiblich zu erklären.

David Lewis teilte den Parteifunktionären mit, er sei eine Frau vom dem Moment, wenn jeden Mittwochmorgen um 6.50 Uhr sein Wecker klingelt bis Mitternacht - und behauptet: "Wenn ich sage, dass ich eine Frau bin, bin ich eine Frau".

Seine Erklärung entspricht den Regeln der Labour-Partei zu geschlechtsspezifischen Positionen aufgrund der Parteirichtlinien zur Selbstidentifikation.


Die Daily Mail berichtet.



2. Wissenschaftler haben (mal wieder) das Klischee vom dauergeilen Mann widerlegt



3. Die Post. Einer meiner Leser schreibt mir heute:

In Schweden ist man einem aktuellen Artikel zufolge wohl wirklich bei der Beweislage wie bei mittelalterelichen Hexen-Bezichtigungen. Besonders brisant auch, wenn man bedenkt, was inzwischen alles als Vergewaltigung gilt, dass es selbst zwischen Eheleuten gilt UND dass es ein Offizialdelikt ist.

Abstrakt konstruiert: Die Frau kommt von einer längeren Kur zurück, der Mann holt sie vom Bahnhof ab, und ohne sie zu fragen, hebt er sie hoch, umarmt sie sehr eng und gibt ihr einen Zungenkuss. Das sieht eine neidische, prüde oder rachsüchtige Person und erstattet Strafanzeige. Wem das noch nicht reicht: Der Mann hat seiner Ehefrau dabei an die Brüste gefasst.


In dem Artikel heißt es:

Ab dem 1. Juli wird Sex mit jemandem ohne dessen ausdrückliche Zustimmung in Schweden illegal sein (...). Dies bedeutet, dass es sich um eine Straftat handelt, wenn der Sex nicht völlig freiwillig stattfindet, unabhängig davon, ob Gewalt oder Drohungen angewendet wurden oder nicht.

Es wird auch nicht mehr notwendig sein, die Absicht für einige sehr schwere Sexualverbrechen zu beweisen, was bedeutet, dass ein mutmaßlicher Täter verurteilt werden könnte, selbst wenn er oder sie nicht aktiv beabsichtigt, das Opfer zu vergewaltigen.

"Das ist nur ein Schritt von vielen, um das Ziel zu erreichen, dass die Sexualität jedes Menschen voll respektiert wird", sagte Maria Arnholm, Mitglied der Liberalen Partei, in der Parlamentsdebatte.

(...) Die Debatte gewann vor einigen Jahren an Dynamik, nachdem in mehreren hochkarätigen Fällen mutmaßliche Vergewaltiger freigelassen wurden, weil sie nicht wissentlich gegen den Willen des anderen gehandelt hatten.

Die #MeToo-Kampagne des letzten Jahres mag das Thema zugespitzt haben, aber die Gesetzesänderung hat lange auf sich warten lassen, da Schwedens ehemalige Mitte-Rechts-Regierung 2014 eine Untersuchung eingeleitet hat, um herauszufinden, warum die relativ hohe Rate der gemeldeten Vergewaltigungen nicht zu mehr Verurteilungen führt.

Donnerstag, Mai 24, 2018

Die "Töchter des Feminismus" melden sich zu Wort – News vom 24. Mai 2018

1. Toxische Weiblichkeit der Woche: Auch Sandra Bullock und Cate Blanchett werben jetzt für Make-Up, das aus den Vorhäuten beschnittener Jungen hergestellt wird.



2. Woody Allens Adoptivsohn Moses Farrow hat jetzt ein Blog veröffentlicht, um seinen Stiefvater gegen die Beschuldigungen sexueller Übergriffigkeit zu verteidigen. Problematisch scheint stattdessen das Verhalten Mia Farrows gewesen zu sein.



3. Ein Autor des Blogs "Geschlechterallerlei" berichtet über das Ende einer Vaterschaft.



4. Seit ein paar Wochen ist das Buch "Daughters of Feminism" im Handel erhältlich. Es stellt 30 Frauen vor, die sich von einer gynozentrischen Sicht aus aufgemacht haben zu einer "Gender Balance", bei der die Anliegen von Männern als ebenso legitim angesehen werden wie die Anliegen von Frauen. Zu den Autorinnen gehören Karen Straughan und Cassie Jaye.

Der Geschlechterforscher und Männeraktivist Tim Goldich würdigt das Buch mit folgenden Worten:

Mit der ihm eigenen Weisheit und Leidenschaft präsentiert David Shackleton hier ein Meer von Wahrheiten, die selten zur Sprache gebracht werden - die Geschlechterwahrheiten, die fehlen. 30 mutig ehrliche Frauen enthüllen ihr Erwachen aus Feindseligkeit, Schuldzuweisung und Opferrolle. "Daughters of Feminism" ist ein echter Augenöffner und führt letztendlich zu einer Entwicklung der Einheit, des Gleichgewichts, der Fairness und der Vergebung zwischen den Geschlechtern.


Der Kulturwissenschaftler Paul Nathanson befindet:

"Daughters of Feminism" ist fast ein Wunder in diesem Zeitalter des #MeToo Triumphalismus; eine Sammlung von Essays von Frauen, die es wagen, kritisch über sich selbst als Frauen nachzudenken. Am wichtigsten ist, dass sich die Autorinnen tatsächlich um Männer kümmern, und nicht nur um die Männer in ihrem eigenen Leben. Auch wenn die Möglichkeit eines intersexuellen Dialogs noch so unwahrscheinlich erscheint, bieten diese Aufsätze Hoffnung darauf, dass er einmal Wirklichkeit wird.

Mittwoch, Mai 23, 2018

Deutsche Universitäten: Genderseminaren fehlen freiwillige Besucher – News vom 23. Mai 2018

1. Zwei Wochen lang, berichtet der "Merkurist", fanden an der Universität Eichstätt die Aktionstage "Gesellschaft macht Geschlecht" statt. Dort wurden Themen behandelt wie was bedeutet Genderismus, was Anti-Genderismus und wie kann man Gegenmaßnahmen zum Anti-Genderismus entwickeln, also einen Anti-Anti-Genderismus? (Schon die Fragestellung, wie man sich gegen abweichende Argumente "wehren" könne, sagt einiges.) Die Teilnehmer dieser Veranstaltungen gingen allerdings kaum über die Veranstalter selbst hinaus; in der ersten Woche etwa waren es gerade einmal sechs Besucher.

Louisa Söllner indes, Referentin der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten, glaubt an ein Interesse der Studenten an feministischen Themen. Dieses Interesse belegt sie damit, dass ihr Seminar "Einführung in Gender Studies" über 100 Besucher gehabt habe – und lässt ihre Einschätzung keineswegs dadurch trüben, dass es sich für die meisten Besucher um eine Pflichtveranstaltung gehandelt hatte.

Das ist an deutschen Universitäten also Stand der Dinge, wenn wir dem "Merkurist" in diesem Punkt mal Glauben schenken: Es werden Teilnehmer zwangsweise zu ideologischen Veranstaltungen gekarrt, und die politische Leitungsgruppe nennt die erreichten Zahlen als Beleg für die Begeisterung, mit der ihre Ideologie aufgenommen werde. Bleibt der Zwang allerdings aus, herrscht in den Workshops und Seminaren gähnende Leere.



2. In der Regierungskoalition gibt es Zwist zwischen der SPD und den Unionsparteien:

Uneins ist die Koalition auch bei einer Kategorie im Pass und in Amtspapieren für Menschen, die weder weiblich noch männlich sind. Dem "Spiegel" zufolge sieht ein Entwurf von Innenminister Horst Seehofer zum Personenstandsrecht die Kategorie "anderes" vor. Justizministerin Katarina Barley und Familienministerin Franziska Giffey hielten das für herabsetzend und seien für "weiteres", "divers" oder "inter" (lateinisch für zwischen).


Ich sehe, bei zentralen Gewissensfragen der Antidiskriminierungspolitik wird in unserer Regierung hart miteinander gerungen.



3. Am Samstag, dem 26. Mai, widmet sich "MDR Kultur" unter der Überschrift "Mann kann kein Opfer sein" männlichen Opfern häuslicher Gewalt.



4. Das Bildungsministerium der USA hat nach Yale jetzt auch gegen die University of Southern California Ermittlungen wegen der Diskriminierung von Männern eingeleitet.



5. Die Post. Einer meiner Leser schreibt mir:

Lieber Arne Hoffmann,

zuerst möchte ich mich einmal für Ihre Arbeit mit Ihrem Blog bedanken. Sie tragen hier viele wichtige Informationen und Meldungen zusammen und leisten unheimlich gute Aufklärungsarbeit.

Zum Eigentlichen: Ich bin auf zwei Artikel über den Todesschützen von Santa Fe, Texas, vom 18.05. gestoßen, die für Sie von Interesse sein könnten. Der erste aus der Los Angeles Times ist noch recht sachlich. Brisant sind die Aussagen, die die Mutter einer ermordeten Schülerin gegenüber der L.A. Times getätigt hat. Der Täter habe ihre Tochter monatelang angebaggert, jedoch ohne Erfolg, sei zum Schluss aggressiver geworden und von der Schülerin daraufhin vor der Klasse bloßgestellt worden. Die Mutter behauptete außerdem, ihre Tochter sei als erste erschossen worden. Die Zeitung stellt hier klar, dass unklar bleibt, woher die Frau das wissen könne. Für mich persönlich stellt sich hier die Frage, wie zuverlässig die Mutter unmittelbar nach einer solchen Tat und einem solchen Verlust als Quelle sein kann. Um es anders auszudrücken: Wenn sie keine zwei Tage nachdem sie ihre Tochter auf derart brutale Weise verloren hat einen klaren und nüchternen Blick auf die Sache haben könnte und nicht vor Trauer und Wut völlig außer sich wäre, dann wäre ihr psychischer Zustand zumindest fragwürdig. Interessant ist auch der Hinweis, dass Freunde der Schülerin die Behauptungen der Mutter nicht bestätigen konnten.

Der zweite Artikel im Guardian hat eine deutlich feindseligere Grundstimmung. Worum es geht, erfährt man schon in Titel und Untertitel: Frauenhass und toxische Männlichkeit seien die Ursache für solche Massenmorde. Der oben genannte Artikel der L.A. Times wird auch verlinkt und die selbe Mutter wird zitiert. Interessanterweise wird vom "Guardian" einfach der Satz unterschlagen, dass die Freunde des Opfers die Behauptungen der Mutter nicht bestätigen können. Passte wohl nicht in die Geschichte.

Der Rest des Artikels spricht unter anderem von "Incels" und anderen Gruppen, die sich von Frauen abgelehnt fühlen (mit der Kurve über Amokläufe der letzten Jahre, die mit solchen Gruppen irgendwie im Weitesten in Verbindung gebracht werden könnten), kommt natürlich aber nur darauf, dass das massenhafte Abgelehntwerden von jungen Männern ein Problem von Misogynie und nicht von Misandrie ist.

Ich möchte selbstverständlich keineswegs die Tat dieses Jugendlichen verharmlosen oder rechtfertigen. Es gibt sicherlich Gründe für seine Tat (die hoffentlich im Verlauf des Prozesses ans Licht kommen werden). Aber es gibt dafür keine Rechtfertigung und keine Entschuldigung.

Im Übrigen gibt es auch keine Rechtfertigung dafür, ein solches Leid derart politisch auszuschlachten, wie es die feministische Autorin Jessica Valenti hier tut.


Ein anderer Leser schreibt mir zu einem Satz, den ich hier gestern zum Stand der Männerpolitik in Deutschland veröffentlicht hatte: "Ein besonderes Problem bestehe darin, dass im Vergleich zu einer Flut von Forschung über Frauen kaum Forschung über die speziellen Probleme von Männern existiert." Mein Leser merkt dazu an:

Ist das momentane Fehlen von Männerforschung unter den momentanen Bedingungen wirklich ein Nachteil?

Ich schaue bei Forschungen zum Thema Geschlecht mittlerweile zuerst aufs Datum. Stammt die betreffende Forschung aus dem "Genderzeitalter", bin ich bis auf Weiteres misstrauisch, und zwar tatsächlich so wie bei Arbeiten aus der DDR oder aus der Nazizeit, die man erst nach *sehr* genauer Prüfung und selbst dann oft nur teilweise als nutzbringend ansehen kann. Schlicht weil wissenschaftliche Grundprinzipien systematisch verletzt werden und damit ein nutzloses Gewirr aus Wunschdenken, haltlosen Behauptungen, Halbwahrheiten und eventuell auch gutem Material entsteht, bei dem man aber kein Werkzeug hat, um es herausfiltern zu können.

Insofern ... eigentlich müsste man oft eher über Pseudoforschung und Scharlatanerie sprechen. Und die Antwort darauf wäre ja nicht eine andere Pseudoforschung und alternative Scharlatanerie.


Ja, die ideologische Instrumentalisierung von scheinbar wissenschaftlicher "Männerforschung" ist durchaus ein Problem. Da brauche ich nur an den "Männerforscher" Michael Kimmel zu denken, der Männer beharrlich als eine Mischung aus Untermenschen und ständiger Bedrohung darstellt und dafür von US-amerikanischen Feministinnen gefeiert wird. Auf der anderen Seite gibt es den neuen Forschungsbereich der "male studies", der im Gegensatz zu den feministischen "men's studies" männliche Wesen nicht von vorneherein abwertet. Die beiden Lager werfen sich gegenseitig Voreingenommenheit vor.

Dienstag, Mai 22, 2018

Pressegespräch: "Linke und Grüne reihen sich in einer Front mit der AfD" – News vom 22. Mai 2018

1. Am Samstag wurde ein Video des Pressegesprächs der IG Jungen, Männer, Väter, das am 15. Mai im PresseClub München stattfand, auf Youtube online gestellt. Auf dem Podium trugen Gerd Riedmeier (Forum Soziale Inklusion), Matthias Enderle (MANNdat), Thomas Pentilä (Trennungsväter e.V.) sowie Hartmut Wolters (Väteraufbruch für Kinder) Journalisten unsere Anliegen vor.

Das fast zweistündige Video dürfte für viele Genderama-Leser zu lang sein, um es sich vollständig zu Gemüte zu führen. Jemandem, der stark am Männerthema interessiert ist, kann ich es trotzdem empfehlen, weil es immer wieder Einblicke in die Erfahrungen bietet, die Männerrechtler mit Politikern machen. Was hier gespielt wird, scheint immer noch nicht jedem klar zu sein. Erst vor ein paar Wochen etwa erhielt ich eine Mail von einem Leser außerhalb der Männerbewegung, der mir mitteilte, wir Männerrechtler würden das alles ja total falsch angehen und sollten endlich beginnen, mit Politikern zu sprechen, aber ich sei ja garantiert zu stur, um solche Ratschläge zu beherzigen.

Wie es in der wirklichen Welt aussieht, berichtet Gerd Riedmeier: Er und seine Mitstreiter nehmen kontinuierlich den Kontakt mit Abgeordneten und Ministerien auf, um auf die Probleme von Männern hinzuweisen, woraufhin diese Kontakte früher oder später unweigerlich von den Politikern abgeschnitten werden. Eine ähnliche Erfahrung hatte bereits Tristan Rosenkranz' Organisation Gleichmaß e.V. gemacht. Parteien wie die Grünen, so Riedmeier, lehnten ausdrücklich jedes Gespräch mit Männeraktivisten ab, wovon lediglich Schwulen-Aktivisten ausgenommen seien.

Insbesondere die neue SPD-Familienministerin Giffey habe sich als Enttäuschung herausgestellt. So habe sie im Familienausschuss des Bundestages für die kommende Legislaturperiode lediglich drei Themen vorgestellt, die das Ministerium in den nächsten vier Jahren angehen wolle: Ausbau der Kitas, Kampf gegen Rechts und Frauenförderung. Die laut mehreren Studien hohe Zahl männlicher Opfer bei häuslicher Gewalt werde von Giffey ebenfalls unter den Teppich gekehrt. Auf Anfragen von Männerseite erhalte man von Giffey nicht einmal eine Antwort. Der im Koalitionsvertrag zwischen den Unionsparteien und der SPD enthaltene dürre Satz, die Koalition nähme auch Männeranliegen in den Blick, erweist sich als Irreführung. In den Sondierungsgesprächen zur aktuellen Regierungskoalition hatten lediglich FDP-Politiker und ein einzelner CSU-Politiker, Paul Lehrieder, mehrfach auf Gewaltschutzhäuser auch für männliche Opfer häuslicher Gewalt gedrängt, was die ehemalige Frauenministerin Manuela Schwesig (SPD) jedes Mal abblockte. Als Lehrieder noch Vorsitzender des Familienausschusses war, habe er den Männerrechtlern erklärt, er könne sie gerne einladen, um politische Vorschläge zu unterbreiten – "aber dann sitzt ihr alleine da. Alleine." Denn in den Bundestagsparteien erscheine alles, was Männer- und Väterpolitik darstelle, verdächtig und werde boykottiert. Deshalb könne man über entsprechende Probleme mit den meisten Politkern nicht einmal sprechen. Paul Lehrieder habe sich geradezu verzweifelt geäußert: "Was soll ich denn machen? Es gibt ja keine Männerverbände in der CSU, der CDU und der SPD!"

Thomas Pentilä spitzte den von Riedmeier beklagten Sexismus mit seinem Statement zu, dass wenn es um Themen wie das Wechselmodell (gemeinsame Betreuung der Kinder nach einer Trennung der Eltern) geht, sämtliche Bundestagsparteien außer der FDP an einem gemeinsamen Strick mit der AfD ziehen: "Auch das muss einmal klar gesagt werden: Da reihen sich die Linken und die Grünen in einer Front mit der AfD."

Gerd Riedmeier stellte klar, dass die "IG Jungen, Männer, Väter" einen überparteilichen Verband darstellt, der den Dialog mit allen Parteien sucht. Auf die Frage nach der Männerpolitik speziell in Bayern räumte Riedmeier allerdings ein, dass es auch dort allein die FDP ist, die nach dem Vorbild der Liberalen in Nordrhein-Westfalen die Forderung nach Gewaltschutzhäusern auch für männliche Opfer häuslicher Gewalt in ihr Programm aufgenommen hatte.

In den Reihen der Grünen und der SPD immerhin, berichtet Hartmut Wolters, gebe es wachsenden Unmut über die Vernachlässigung des Wechselmodells, da es auch in diesen Parteien Väter gibt, die von Scheidung betroffen sind.

Ein besonderes Problem bestehe darin, dass im Vergleich zu einer Flut von Forschung über Frauen kaum Forschung über die speziellen Probleme von Männern existiert. Väterforschung beispielsweise werde vom Bundesfrauenministerium seit Jahrzehnten verweigert. Allerdings habe es an Professor Gerhard Amendts Kongress zu Lösungsansätzen bei häuslicher Gewalt ein enormes Interesse von Angehörigen der helfenden Professionen gegeben.

Ein weiteres zentrales Problem ist, dass sexistische Frauenpolitik mit Massen an Steuergeldern gefördert wird, während wir Männerrechtler durchgehend "ehrenamtlich" tätig sind, also Zeit aufwenden, die uns für berufliche und private Aktivitäten fehlt.

(Bei dieser Gelegenheit: Die Existenz von Genderama beispielsweise kann durch Spenden unterstützt werden. Ohne solche privaten Projekte wären die Anliegen von Männern noch unsichtbarer, als ohnehin schon der Fall ist.)



Weitere aktuelle Meldungen:



2. Am Flughafen Stuttgart hat eine Polizistin eine Kindesentführerin gestoppt.



3. Bundesrichter Thomas Fischer schreibt jetzt für Spiegel-Online – unter anderem zur aktuell wieder entflammten Abtreibungsdebatte.



4. Aus Australiens Schulen, Kindergärten und Büchereien könnten nach einem "Genderbericht" Teddybären, Barbiepuppen und Superhelden-Spielzeug sowie diverse Bücher verschwinden, weil all diese Dinge "Genderstereotypen" unterstützen würden.



5. Einem Pakistani, der Interesse an dem "falschen" Mädchen zeigte, wurden von seiner muslimischen Familie die Augen ausgestochen.



6. Roger Daltrey, Sänger der Rockband The Who, kritisiert die MeToo-Bewegung: "Warum sollte sich ein Rockstar an Frauen ranmachen müssen? Normalerweise ist es umgekehrt. Ich hätte gerne ein Pfund für jede Frau, die mit mir in die Kiste will. Mick Jagger wäre ein Milliardär." Daltrey fügte hinzu: "Ich finde diese ganze Sache so widerwärtig. Es sind immer Anschuldigungen und es ist nur schlüpfriger Mist."



7. Nachdem Männer-Aktivisten zunehmend gegen sexistische Einrichtungen an Hochschulen vorgehen, titelt das linke Blog "The Daily Beast": Die neue Zielscheibe der Männerrechtler: Universitäten". Ein Auszug aus dem Artikel, der die institutionelle Benachteiligung von Männern an diesen Hochschulen nicht einmal im Ansatz zur Kenntnis nimmt:

Als "Ladies-Get Paid"-Gründerin Claire Wasserman entdeckte, dass sie auf Grund einer Verordnung für Bürgerrechte verklagt wurde, sagte sie, dass sie sich verängstigt fühlte.

"Ich wollte, dass Frauen ihre Erfahrungen teilen, wo sie verletzlich sein könnten, und Männer dort zu haben, würde diesen sicheren Raum stören. Es kam mir nicht einmal in den Sinn, dass das eine Diskriminierung aufgrund des Geschlechts war", sagte sie. "Ich musste erkennen, dass wir es mit einem System zu tun haben, und dass dies eine Operation war, die extrem einschüchternd war."

Wasserman fuhr fort: "Es gibt Gruppen von Leuten, die nicht wollen, dass wir uns alleine treffen. So wie hier ein Gesetz für Bürgerrechte verwendet wird, wird die Absicht des Gesetzes pervertiert."


Dadurch dass sich die Dominanz in der Gesellschaft komplett zugunsten von Frauenanliegen verschoben hat, hat sich die feministische Rhetorik kein bisschen verändert. Vor Jahrzehnten beklagte man, dass böse Männer die Rechte von Frauen unterdrückten. Heute beklagt man, dass böse Männer dieselben Rechte und Räume wie Frauen fordern. Beides wird als eine Form von Frauenhass dargestellt.



8. Zu den Frauenhassern gehört demnach jetzt auch die Die "Neue Westfälische", die sich einem Tabuthema widmet: "Kindesmissbrauch: Auch Frauen sind Täter, aber niemand spricht darüber".

Sonntag, Mai 20, 2018

In Frankreich steht "Hey Süße!" jetzt unter Strafe – News vom 20. Mai 2018

1. Das Magazin Neon berichtet darüber, dass in Frankreich Bösartigkeiten wie "Hey Süße" seit dieser Woche unter Strafe stehen, damit "Frauen keine Angst haben, sich frei auf der Straße zu bewegen". Die Redaktion freut sich: "Finden wir gut".

"Neon" soll ab dem 18. Juni mangels Auflage eingestellt werden. Damit kann man sich ein Stückchen freier im Zeitschriftenhandel bewegen, ohne Angst vor ideologischer Belästgung haben zu müssen: Finde ich gut.



2.
Aus 1300 wurden 3670 Franken: Im Falle eines Genfer Ehepaars hat das Bundesgericht am Donnerstag einen neuen Grundsatzentscheid zum Betreuungsunterhalt gefällt. Demnach soll der Ex-Partner, der die Kinder betreut, Alimente in Höhe des Existenzminimums erhalten.


Hier geht es weiter. Der Artikel berichtet auch wie der Dachverband der Schweizer Vater- und Männerorganisationen "männer.ch" auf das Urteil reagiert.



3. Auch Lucas Schoppe von "Man Tau" fängt jetzt an, Listen zu erstellen.

Samstag, Mai 19, 2018

Duden berät über Aufnahme des Gendersternchens – News vom 19. Mai 2018

1.
In drei Wochen ist es soweit: Am 8. Juni will der Rat für deutsche Rechtschreibung, der die amtliche Schreibweise von Worten festlegt, sich bei seiner Sitzung in Wien mit "geschlechtergerechter Schreibung" befassen. Mit auf der Tagesordnung steht das Gendersternchen.


Hier geht es weiter.



2. Zehn Jahre nach Douglas Wolfspergers Film "Der entsorgte Vater" hat ihn die Schwäbische Zeitung dazu interviewt.



3. Der Footballstar Reuben Foster wurde von seiner Ex-Freundin der häuslichen Gewalt bezichtigt. Jetzt beichtete sie, gelogen zu haben: "Ich wollte ihn fertigmachen."



4. Sexuelle Belästigung? Wieder einmal gab es in den "sozialen Medien" einen Aufruhr um nichts.



5. Gestern berichtete Genderama über den aktuellen Fall des Golfstars Lucas Glover, der Opfer häuslicher Gewalt durch seine Partnerin wurde. In meinem Blogbeitrag hieß es auch:

Von unserem Qualitätsjournalismus dürfen solche Männer schließlich ohnehin nur mit spöttischen Kommentaren rechnen. "Lucas Glover wird sich beim nächsten Golfturnier sicher mehr anstrengen" twitterte beispielsweise die Mittelbayerische Zeitung. Klar: Wenn eine Frau verprügelt würde, weil ihr Mann findet, dass sie die Wohnung nicht sauber genug geputzt hat, würde die Mittelbayerische natürlich auch hämisch twittern, dass die Betreffende sich beim nächsten Mal sicherlich mehr anstrengen werde ...


Die Mittelbayerische Zeitung hat nach meiner Kritik diesen Tweet entfernt. Man findet nur noch die Erinnerung daran auf Google. Wenn es nur immer so einfach ginge ...

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