Freitag, Juni 15, 2012

Wir nennen sie "lila Pudel"

Von Männerrechtlern werden sie schlicht als "lila Pudel"bezeichnet – der bekannte Psychoanalytiker Hans-Joachim Maaz äußert sich in seinem Buch Die Liebesfalle ein wenig ausführlicher über diesen neuen Typ Mann. Dort heißt es auf Seite 203:

Die zum Feminismus übersteigerte Emanzipationsbewegung der Frauen kommt manchen Männern entgegen, die ihre Abwertung und Ablehnung durch die Mutter, den erfahrenen Liebesmangel und ihre Entfremdung großartig kultivieren können, indem sie den Haushalt führen, die Kinder betreuen, sich finanziell aushalten, sich führen und beherrschen lassen. Sie lassen sich als die "neuen weichen Männer" loben und depotenzieren. Sexuell sind sie eher wenig interessiert, häufig mit erektiver Schwäche; dagegen sind sie eher bereit, ihre Partnerin zu massieren und zu streicheln, wenn diese das überhaupt zulässt. Die "Emanze" sucht sich mitunter aber einen Geliebten oder Callboy oder zieht gleich lesbische Beziehungen vor, um ihrer Angst vor guter Männlichkeit zu entgehen.


Stellenweise geht mir Maazens Formulierung ein wenig weit; so kenne ich z.B. auch selbstbewusste Hausmänner in der Männer- und Väterbewegung. Aber als Analyse der psychischen Hintergründe eines bestimmten Typs Mann, der seine private devote Neigung gerne als "Gender-Trainer" oder in ähnlicher Form dem Rest der Gesellschaft aufdrücken möchte und selbstbewusste, fordernde Männer zum dämonischen Feindbild erklärt, taugt dieser Absatz sehr.

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